Basketball Riesen verspielen den Sieg

Lamont Jones war offensiv bester Ludwigsburger, konnte aber trotz 19 Punkten die Niederlage nicht verhindern.
Lamont Jones war offensiv bester Ludwigsburger, konnte aber trotz 19 Punkten die Niederlage nicht verhindern. © Foto: Ralf Poller/Avanti
Ludwigsburg / Gregory Rech 10.01.2019

Nach der deutlichen Niederlage gegen die Telekom Baskets Bonn, die Riesen-Coach John Patrick als „peinlich“ bezeichnete, nahm dieser sein Team vor dem Champions-League-Spiel gegen Le Mans Sarthe Basket in die Pflicht und gab sich kämpferisch: „Es ist nicht unmöglich. Wir wollen unbedingt gegen Le Mans gewinnen.“ Am Ende unterlagen die MHP Riesen Ludwigsburg aber doch knapp mit 68:73.

Im zehnten Spiel der Gruppenphase der Champions League ging es darum, eine Minimalchance auf den Einzug ins Achtelfinale zu wahren. In den ersten Minuten hatten die Franzosen die Ludwigsburger Offensive gut im Griff. So gut, dass diese erst nach drei Minuten die ersten Punkte verbuchten: Lamont Jones ließ mit einem Dreier die Halle jubeln. Dennoch kamen die Franzosen in der Folge zu einfachen Punkten. Patricks Ansprache während des ersten Timeouts schien dann Früchte zu tragen. Dank verbesserter Defense und eines erneuten Dreiers, dieses Mal von Clint Chapman, gingen die Riesen mit einem 15:15 ins zweite Viertel.

Nun kamen die Ludwigsburger deutlich besser ins Spiel und zeigten sich hellwach: Sechs schnelle Punkte und zwei völlig missglückte Dreier-Versuche von Le Mans’ Petr Cornelie und Michael Thompson sorgten für die erstmalige Führung der Gastgeber. Als Jones nach vier Minuten des zweiten Viertels erst einen Dreier warf und im Anschluss zwei Punkte nachlegte, führten die Riesen gar mit 28:18. Die Sarthe Baskets, die in Frankreich als Tabellenzehnter den eigenen Erwartungen deutlich hinterherhinken und drei der letzten vier Spiele verloren haben, steckten aber nicht auf: Tarpeys Dreier und zweimal Clark verkürzten noch einmal auf 35:32. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause.

Das dritte Viertel war hart umkämpft. Ludwigsburgs Owen Klassen begeisterte erst mit einem starken Block, dann mit zwei Zweiern hintereinander. Dennoch blieb die Partie eng, denn auch die Franzosen machten ihre Punkte. Nach kurzer Führung der Gäste gingen die Barockstädter wieder mit 51:49 in Front.

Im Schlussviertel blieb es dann weiterhin spannend. Jordon Crawfords Dreier und Aaron Bests Alley-oop ließen die Halle beben. Einen zwischenzeitlichen fünf-Punkte-Vorsprung versuchten die Riesen nun mit wacher Defense zu verteidigen, was auch ein paar Minuten gelang. Doch da man offensiv nun etwas Pech hatte und etwas zu aggressiv verteidigte, was einige Freiwürfe zur Folge hatte, stand es vier Minuten vor Schluss nur noch 58:57.

Es stand nun Spitz auf Knopf, abwechselnd gingen beide Teams in Führung. In der letzten Minute verpassten Waleskowski und Crwaford dann aus bester Position den Ausgleich, sodass sich die Riesen mit 68:73 geschlagen geben mussten.

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