Basketball Riesen mit zu vielen Fehlern in Vechta

Vechta / bz 21.01.2019

Im letzten Hinrunden-Spiel der Basketball-Bundesliga (BBL) haben die MHP Riesen Ludwigsburg bei Rasta Vechta eine deutliche 92:112-Niederlage kassiert. Damit rutschen die Schwaben auf Rang sieben ab,  beenden eine turbulente Hinrunde aber auf einem Playoff-Platz.

Im restlos ausverkauften Rasta- Dome erwischten die Ludwigsburger einen guten Start. Jordon Crawford und Christian von Fintel sorgten für eine 6:4-Führung. In der mit fortschreitender Spielzeit immer intensiveren Partie übernahm Vechta aber mehr und mehr die Kontrolle. Die Riesen hatten minutenlang das Nachsehen, erlangten aber ausgerechnet durch ihre beiden Jüngsten wieder Zugriff zum Spiel. Quirin Emange Noupoue, der ein Dreipunkt-Spiel erfolgreich verwertete, und Ariel Hukporti, der eine Woche nach seinem Bundesliga-Debüt eine knappe Viertelstunde auf dem Parkett stand, führten die Schwaben kurzzeitig an.

Auch zu Beginn der zweiten zehn Minuten blieb Ludwigsburg, trotz eigener Rebound-Überlegenheit, aufgrund vieler Turnover im Hintertreffen. Die Gäste verkürzten zwar bis auf 32:33, doch Vechta fand als erstes Team zurück in die Spur und warf binnen kürzester Zeit eine Elf-Punkte-Führung heraus. Trainer John Patrick konnte nur mit einer Auszeit auf den Lauf der Niedersachsen reagieren. In den verbleibenden Minuten der ersten Halbzeit konnten die Schwaben Vechta aber nur wenig einbremsen.

Keine Leistungssteigerung

Obwohl Ludwigsburg dank einiger Einzelaktionen im Spiel geblieben war, hätte es nach der Halbzeitpause einer deutlichen Leistungssteigerung bedurft, um die Partie noch einmal zu drehen. Doch es wurde nicht besser. Vechta spielte weiterhin wie aus einem Guss und verwertete nahezu jede sich bietende Gelegenheit. Die Riesen erwischten ihrerseits einen defensiv gebrauchten Tag. Obwohl sie der Physis und Trefferquote der Niedersachsen klar unterlegen waren, hatten die Gäste zum Ende des dritten Viertels noch eine kleine Siegchance. Der Grund hierfür war eine sehr gute Trefferquote aus dem Zweipunktbereich und eine gute Arbeit beim Rebound.

Doch auch die letzte Chance konnten die Schwaben nicht verwerten. Die Niedersachsen waren fokussiert und gallig genug, um in den verbleibenden zehn Spielminuten die Führung locker über die Ziellinie und den Rasta-Dome akustisch endgültig zum explodieren zu bringen. Vechta deckte alle Fehler in der die schwäbischen Defensivarbeit schonungslos auf und hielt den Fuß über 40 Minuten auf dem Gaspedal.

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