Die MHP Riesen Ludwigsburg haben nach wettbewerbsübergreifend sechs Niederlagen in Folge ihren Negativlauf dramatisch beendet: Die Schwaben siegten in der Basketball-Bundesliga  (BBL) bei den Fraport Skyliners Frankfurt nach nervenaufreibenden 40 Minuten mit  96:94.

Die Riesen deuteten von Beginn an ihre defensive Marschroute an: Mit einer intensiven und körperlichen Verteidigung wollten sie den Skyliners zusetzen. Dies funktionierte durchaus, doch die Hausherren fanden immer wieder gute Antworten und zwangen Coach John Patrick früh zur ersten Auszeit. In einer hektischen Anfangsphase blieben die Hausherren aber das bessere Team.

Trotz des 25:29-Rückstands nach dem ersten Viertel waren die Ludwigsburger nun aber in der Partie und brachten mit ihrer aggressiven Verteidigung die Hessen ins Grübeln. Der entscheidende Faktor an beiden Enden des Parketts war für die Riesen Marcos Knight. Das US-amerikanische Kraftpaket war vor allem in der Offensive nicht zu bremsen. Dennoch mussten die Riesen den Kontakt noch einmal abreißen lassen.

Patrick nahm die nächste Auszeit und drehte an den richtigen Stellschrauben: Seine Mannschaft agierte deutlich galliger und fokussierter, ließ Frankfurt weniger zur Geltung kommen und gestaltete das Spiel hierdurch mehr als ausgeglichen. Denn die gelb-schwarzen Korbjäger kamen nicht nur wieder heran, sondern hatten bis zum Gang in die Katakomben sogar mit 47:46 die Führung übernommen.

Während die Schwaben in der ersten Hälfte oftmals den Hausherren hinterhergelaufen waren, waren sie nach der Pause direkt wieder in der Spur: Knight und Jordon Crawford sorgten für schnelle Punkte. Frankfurt hatte minutenlang das Nachsehen, sodass die Riesen verdientermaßen bis auf 67:55 davonzogen. Einzig Jason Clark und Quantez Robertson wussten sich der Ludwigsburger Intensität zu erwehren. Doch das Duo genügte: Die beiden Guards hatten entscheidenden Anteil daran, dass die Hausherren zum Viertelende beim Stand von 72:77 wieder in Schlagdistanz waren.

In einer äußerst knappen und spannenden Partie sollte der Sieger entsprechend erst im Schlussabschnitt bestimmt werden. Letztlich entschieden dort Kleinigkeiten, denn beide Teams ließen alles auf dem Parkett, gestatteten sich kaum einmal einen freien Wurf und sorgten für eine dramatische Schlussphase.

Da Owen Klassen und Donatas Sabeckis mit ihrem fünften Foul auf der Bank Platz nehmen mussten, zog Frankfurt zunächst auf 93:88 davon. Doch die Gäste gaben sich auch jetzt nicht auf, glichen das Spiel aus und lagen nach einem Korberfolg von Lamont Jones 2,9 Sekunden vor der Schlusssirene mit 96:94 in Front. Dies sollte reichen.