Basketball Plötzlich lebt die Champions-League-Hoffnung wieder

Włocławek / bz/sim 17.01.2019

Dank eines überragenden Schlusspurts haben die MHP Riesen Ludwigsburg in der Basketball-Champions-League beim polnischen Vertreter Anwil Włocławek mit 87:74 gewonnen. Durch den Sieg hat das Team von Trainer John Patrick sogar wieder Chancen auf ein Weiterkommen in der Königsklasse, denn der Tabellenvierte Nizhny Novgorod liegt nur zwei Punkte vor den Riesen und muss demnächst noch in der Barockstadt antreten.

Riesen Trainer Patrick überraschte mit einer Personalrochade: Lamont Jones setzte für Donatas Sabeckis aus. Da die Hausherren sich von der Hereinnahme des 26-jährigen Litauers aber keinesfalls irritieren ließen und Ludwigsburg einen Fehlstart aufs Parkett legte, griff Patrick früh zur ersten Auszeit der Partie. In der Folge waren seine Schützlinge zwar besser im Spiel, blieben aber das schwächere Team. Dennoch konnten sie sich nach zehn gespielten Minuten nicht über den Spielstand beschweren, denn Włocławek nutzte die sich bietenden Chancen selten.

Für den Führungswechsel reichte es aber nicht: Die Gäste machten viele Fehler, sodass die Polen mit einer soliden Vorstellung relativ leicht in Front bleiben konnten. Einzig Kelan Martin konnte durch diverse Einzelaktionen in der Offensive für Entlastung sorgen und den Rückstand hierdurch im einstelligen Bereich halten.

Nach der 15-minütigen Pause kamen die Riesen deutlich verbessert aus der Kabine. Während sie in der Offensive konsequenter den Ball zirkulieren ließen, zeigten sie sich auch in der Defensive fokussierter und verkürzten durch mehrere Fastbreaks bis auf einen Zähler. Mehr noch: Nach einigen glücklosen Wurfversuchen auf beiden Seiten übernahmen sie sogar die Führung. Diese war zwar nur von kurzer Dauer, doch Ludwigsburg war nun endgültig zurück im Spiel.

Zu Beginn des Schlussabschnitts war nicht absehbar, welches Team sich am Ende durchsetzen würde. Nach einem mehrminütigen Hin und Her und einem 8:0-Lauf der Hausherren zerbrachen die Riesen nicht unter der Last des Zugzwangs, sondern erlaubten Włocławek in den letzten gut sechs Minuten keinen Korberfolg mehr und gewannen dank eines eigenen 16:0-Schlussspurtes die Partie und auch den direkten Vergleich.

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