Bietigheim-Bissingen / Andreas Eberle

14 Nachwuchsteams mit insgesamt 300 Spielern haben sich beim 7. Alwa-Cup auf die Spuren der Profis begeben. Gerade im Finale des international besetzten Bietigheimer Jugendturniers bekamen die Zuschauer in der EgeTrans-Arena mit das Beste geboten, was in der Altersklasse U 13 deutschlandweit im Eishockey möglich ist.

Im Endspiel standen sich wie erwartet der EV Landshut und der Gastgeber SC Bietigheim-Bissingen gegenüber – und damit der Erste und der Vierte der inoffiziellen deutschen Knaben-Meisterschaft, die Ende März in Landshut ausgetragen worden war. Am Ende setzten sich die leicht favorisierten Niederbayern mit 2:1 nach Penaltyschießen durch. „Das Finale hatte ein herausragendes Niveau. Manche Spieler laufen so gut Schlittschuh, dass man denken könnte, hier spielt ein DEL-Profi“, zeigte sich SCB-Vereinsmanager Gregor Rustige von der Leistung der beiden Teams angetan.

Obwohl die beteiligten Spieler zwei anstrengende Turniertage in den Knochen steckten, gaben sie beim Showdown noch einmal Vollgas und mobilisierten die letzten Kraftreserven. Die Landshuter gingen in der Anfangsphase in Führung. In der zweiten Hälfte – beim Alwa-Cup dauert eine Partie zweimal 20 Minuten – benötigte der Steelers-Nachwuchs nur 59 Sekunden zum 1:1-Ausgleich. Da dieser Spielstand auch bei der Schlusssirene Bestand hatte, musste das Penaltyschießen über Sieg und Niederlage entscheiden. Dort wurde die Spannung dann auf die Spitze getrieben. Im ersten Durchgang waren alle drei Schützen beider Klubs erfolgreich, im Eins-gegen-eins-Penaltyduell hatte der EVL das Quäntchen mehr Glück auf seiner Seite und bejubelte nach dem 2:1 überschwänglich den Triumph.

Das erste Halbfinale hatten die SCB-Talente gegen den Schweiter Vertreter SC Rapperswil-Jona locker mit 4:1 für sich entschieden. Mehr Mühe hatte Landshut beim hauchdünnen 1:0-Erfolg über die Löwen Frankfurt. Beide Finalisten hatten zuvor schon in der Vorrunde dominiert. Die kleinen Steelers feierten in der Gruppe A Siege gegen die Young Dragons Erfurt (6:0), die Kloten Flyers (3:2), den VER Selb (5:0), die Löwen Frankfurt (4:1) und den HC Pustertal (4:0) und mussten sich nur gegen den ETC Crimmitschau mit einem 3:3 begnügen. Die EVL-Altersgenossen aus Niederbayern fuhren in der Gruppe B sogar die Optimalausbeute von 18 Punkten ein – mit Siegen gegen Rapperswil-Jona (2:1), den EHC Basel (2:0), den Stuttgarter EC (5:0), den tschechischen Vertreter HC Meteor Tremosna (3:2), die Rheintal Bulldogs (6:0) sowie die EJ Kassel (3:0). Am torreichsten Duell waren die zwei Spitzenteams allerdings nicht beteiligt: Im Vorrundenduell schlugen die Lakers des SC Rapperswil-Jona den EC Stuttgart in 40 Spielminuten mit 10:0.

Die Macher zogen nach dem Mammutturnier eine positive Bilanz: „Wir haben den Alwa-Cup zu einem Turnier mit internationalem Niveau entwickelt. Dies zeigt beispielsweise die Teilnahme der drei Mannschaften aus der Schweiz“, sagte Steelers-Nachwuchstrainer Dennis Weidenbach, der gemeinsam mit Rustige das hochklassige Turnier mit Teilnehmern aus fünf Nationen organisiert hatte.