Ski Newcomerin trumpft auch bei der Junioren-WM auf

Berit Junger vom TV Großsachsenheim überzeugte während der Saison.
Berit Junger vom TV Großsachsenheim überzeugte während der Saison. © Foto: Simone Junger
Sachsenheim / Sandra Bildmann 06.04.2018

Mit einer Silbermedaille im Team und Top-fünf-Platzierungen in Einzelwettbewerben hat die Sachsenheimerin Berit Junger bei der Junioren-Weltmeisterschaft im Telemarken ausgezeichnete Resultate eingefahren. Zum Abschluss ihrer ersten Weltcup-Saison, die auch für sie selbst überraschend erfolgreich verlaufen sei, wie sie gegenüber der BZ sagte, schnappte sich die 18-jährige Junger bei der im schweizerischen Mürren ausgetragenen Junioren-WM Silber mit der deutschen Mannschaft. In den drei Einzelwettbewerben belegte sie die Ränge 4, 5 und 12.

Am Anfang seien sie im Team noch recht locker gewesen, berichtet Junger. Doch die Anspannung sei vor allem im Halbfinale groß gewesen, als sie ihren Lauf gegen die Schweizerin zwar gewonnen, ihr Teamkollege Louis Uber (VfL Pfullingen) seinen Lauf aber verloren hatte. Im entscheidenden dritten Heat machte Christoph Frank (SC Kandel) für das Team den Einzug ins Finale perfekt. „Wir waren überglücklich, weil uns bewusst war, dass die Silbermedaille schon mal sicher ist“, erinnert sich Junger. Im Finale mussten sie den starken Norwegern den Vortritt lassen. Mit der Silbermedaille sei sie „unglaublich glücklich“, sagt Berit Junger, für die es – wie für ihre Mitstreiter auch – die erste Teilnahme an einer Junioren-Weltmeisterschaft war.

Bei ihrem ersten Einzelstart in der Disziplin Parallel-Sprint brachte die junge Sportlerin vom TV Großsachsenheim ein sauberer Lauf in der Qualifikation auf Platz vier. Im Rennen bestätigte sie ihre Leistung und wurde erst im Halbfinale von der Quali-Siegerin gestoppt. Ein Sturz im kleinen Finale kostete sie anschließend den Sprung aufs Podest.

Beim Classic-Wettbewerb stürzte Berit Junger erneut und verlor einen Stock, sodass sie dadurch gehandicapt Rang zwölf belegte. „Ich war schon etwas enttäuscht. Meine Teamkollegen haben aber versucht, mich wieder aufzubauen, und ich habe mich dann voll und ganz auf den Sprint am nächsten Tag konzentriert“, sagt Junger, die in jenem Rennen den fünften Platz einfuhr. Allgemein hebt sie die Rolle der Teamkollegen hervor und betont, wie wichtig es für sie gewesen sei, bei ihrer Premiere von Erfahreneren in der Mannschaft betreut worden zu sein und Tipps bekommen zu haben: „Es hilft extrem, wenn einem oben am Start nochmal jemand gut zuredet und einen ein wenig beruhigt.“

Ihr Ziel sei es eigentlich gewesen, nach dem Teamerfolg noch eine Medaille im Classic oder Sprint zu holen, erzählt Berit Junger. Mit den Plätzen vier und fünf schrammte sie letztlich nur denkbar knapp am Podest vorbei. „Für meine erste Junioren-WM bin ich aber sehr zufrieden“, sagt die 18-jährige Sachsenheimerin und blickt bereits auf die kommende Saison: „Ich möchte nächstes Jahr noch mal angreifen. Ich weiß, wo meine Defizite liegen, und versuche im Sommer, an diesen zu arbeiten.“