Handball Nach Derby-Niederlage nun Vorletzter

Großbottwar / dz 06.11.2018

Nichts wurde es für die Handballer des TSV Bönnigheim mit dem insgeheim erhofften Derbysieg in der Landesliga beim TV Großbottwar. Durch eine äußerst schwache Chancenverwertung hat der TSV bei der 25:26-Niederlage am Ende leichtfertig Punkte verschenkt.

Im Verlauf des Spiels,  das allein in der zweiten Hälfte durch elf Zeitstrafen geprägt war, vergaben die Gäste mehr als zehn glasklare Möglichkeiten vor dem starken ehemaligen Bönnigheimer Torhüter Philipp Rupprecht. Am Ende der Aufholjagd nach der Pause fehlte den Gästen, die auf den verletzten David Track sowie die erkrankten Tobias Daub und Kai Strapko verzichten mussten, die letzte Konsequenz und Zielstrebigkeit. Durch die sechste Niederlage rutschte Bönnigheim mit nun 4:12 Punkten auf den vorletzten Platz der Landesliga ab.

„Diese Niederlage ist sehr ärgerlich und eine ganz bittere Pille für uns“, sagte TSV-Trainer Sven Kaiser nach der umkämpften Partie. „Da kämpfst du dich mit großer Moral ran, bist sogar am Drücker, und belohnst dich dann nicht, weil  am Schluss zwei entscheidende Fehler passieren“, fügte er sichtlich frustriert an.

Bis zum 8:8 (19.) lieferten sich beide Teams ein ausgeglichenes Spiel. Alles andere als positiv im Bönnigheimer Spiel machte sich die frühe Disqualifikation von Constantin Schuster nach einer groben Abwehraktion bemerkbar (13.). Dazu verpufften beim TSV die Kreisanspiele meist. Rupprecht machte zudem klarste Chancen der oft frei vor ihm auftauchenden Bönnigheimer zunichte Bis zum Pausenpfiff gelang den Gästen überhaupt nichts mehr. Großbottwar musste nur auf Fehler warten, um auf 13:8 davonzuziehen. Zwölf Minuten blieb der TSV torlos.

Siebenmeter vergeben bei 25:25

Nach dem Wechsel dauerte es bis zum 17:11, ehe die Bönnigheimer zur Aufholjagd ansetzten. Jetzt funktionierten auch die Kreisanspiele auf Patrick Stierl, der insgesamt siebenmal erfolgreich einnetzte. Timo Zundel, Stierl und Benedikt Qual verkürzten innerhalb von zwei Minuten auf 17:14. Bönnigheim überstand in der Folge eine dreifache Unterzahl und ging sogar mit 22:21 (52.) in Führung. Nach dem 25:25 überschlugen sich in den letzten drei Minuten die Ereignisse: Es gab zwei Strafen für die Gastgeber, eine für den TSV. Dann setzte Dominic Zäh einen Siebenmeter übers Tor und letztlich entschied Kai Leistner die Partie zu Gunsten des TV Großbottwar.

TSV Bönnigheim: Nicht, Schelling; Qual (4), Mathias Hepperle, Jonas May (2), Jaron May (1), Schuster (1),  Dominic Zäh (8/3), Patrick Stierl (7), Zundel (1), Böer (1).

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