Golf Monrepos als Sprungbrett in den Profibereich

Ludwigsburg / Simon David 06.10.2017

Einen Grund zum Feiern hatte der Golfclub Schloss Monrepos in Ludwigsburg: Der 1992 gegründete Verein wurde in diesem Jahr 25 Jahre alt. Neben einer großen Feier im Schlosshotel wurde eine Reihe von Turnieren ausgetragen. Den Auftakt bildete im Mai der Herzog-Friedrich-Cup, bei dem der Herzog von Württemberg mit Familie zugegen war. Einige der veranstalteten Turniere wie der President’s Cup oder das Monrepos Masters haben bereits eine langjährige Tradition.

„Die Nachfrage ist da meistens sehr groß, die Teilnehmerzahlen dementsprechend hoch“, berichtet Christian Holter. Der Sportwart des Golfclubs ist auch Kapitän der ersten Herrenmannschaft, die vor drei Jahren den Aufstieg in die Zweite Bundesliga schaffte. Mittlerweile spielen die Ludwigsburger aber wieder in der Regionalliga, ein Wiederaufstieg wird angestrebt.

Insgesamt zehn Mannschaften gibt es im GC Monrepos, wobei sich die Ludwigsburger etwas mehr jugendliche Mitglieder wünschen. „Leider gibt es da aktuell nicht so viel Zulauf. Dabei haben wir einen sehr engagierten Jugendwart“, meint Holter. Mit den Brüdern Pascal und Marcel Schneider haben zwei ehemalige Jugendspieler des Vereins den Sprung in den Profibereich geschafft. Das Angebot mit Trainingseinheiten und Jugendcamps ist sehr attraktiv. „Wir würden uns sehr freuen, wenn wieder mehr Jugendliche zu uns kommen würden.“ Jeder sei herzlich willkommen, was auch für Erwachsene gelte, die noch mit dem Golf anfangen oder wieder einsteigen möchten. Auf der Driving Range kann man Abschläge trainieren, in der Golfschule auf seine Platzreife hin arbeiten. Die Nutzung der Driving Range ist kostenfrei, lediglich für die Bälle muss man bezahlen. Der Golfclub bietet Kurzplatz- und Wochentagmitgliedschaften an, was sehr gut angenommen wird. Insgesamt hat der Verein etwa 1000 Mitglieder. Zudem gibt es jeden Sonntag kostenlose Schnupperkurse. Das Image des Golfsports hat sich in den letzten Jahrzehnten geändert. „Früher war der Sport etwas verrufen, was sich mittlerweile zum Glück geändert hat“, sagt Holter. Der Lehrer für Englisch und Sport kam selbst über Freunde zum Golf. Seit 2000 ist er Mitglied im Golfclub Monrepos. Mit der ersten Herrenmannschaft möchte er den Wiederaufstieg in die Zweite Bundesliga schaffen. „In diesem Jahr haben wir es knapp verpasst, aber wir hoffen, dass es im nächsten Jahr klappt.“ Parallel spielt die Mannschaft auch noch in der ersten Liga des Baden-Württembergischen Golfverbands. „Dort ist unser Ziel der Klassenerhalt. Einige Top-Teams auf nationaler Ebene kommen aus Baden-Württemberg, wie der Stuttgarter Golf-Club Solitude. Für uns zählt da der Klassenerhalt“, so Holter.Auch bei den Damen ist der GC gut aufgestellt, die Damen 35 spielen in der Zweiten Liga. Die Ludwigsburger sind aber nicht nur ehrgeizige Sportler. Meist sind Turniere eingebettet in ein Festprogramm. Sowohl bei den Turnieren als auch bei dem geselligen Teil sind viele Gäste von außerhalb dabei.

Anlage mit 18-Loch-Parcours

Beim Golfclub Schloss Monrepos hofft man darauf, dass viele Interessierte den Weg in den Verein finden. Vor gut zehn Jahren wurde die Sportanlage auf einen 18-Loch-Parcours erweitert. „Das war nicht einfach zu bewerkstelligen, da die Autobahn ein Hindernis darstellt. Durch den Zukauf von Grundstücken jenseits der Strecke war es aber möglich, das Projekt zu verwirklichen“, sagt Holter. Betreiber der Anlage ist die Aktiengesellschaft, die die Spielberechtigungen an den Verein vergibt. Die Zusammenarbeit von eingetragenem Verein und Aktiengesellschaft funktioniert seit 25 Jahren sehr gut. Viele aktive Golfer sind aber nicht nur bei den Turnieren auf der eigenen Anlage dabei, sondern auch bei Veranstaltungen anderer Vereine. Auch Christian Holter nahm neben seinem Engagement in der ersten Herren-Mannschaft an Ranglistenturnieren teil. Künftig wird er sich aber wohl auf die Mannschaft konzentrieren und seine Einzelstarts reduzieren, weil er in diesem Jahr Vater geworden ist und auch ausreichend Zeit mit seiner Familie verbringen möchte.

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