Eishockey Mit Schwung ins einzige Spiel

Der 22-jährige Torhüter Florian Proske, hier im Trikot des Kooperationspartners Nürnberg Ice Tigers, hilft nach Ilya Sharipovs Verletzung bei den Bietigheim Steelers aus.
Der 22-jährige Torhüter Florian Proske, hier im Trikot des Kooperationspartners Nürnberg Ice Tigers, hilft nach Ilya Sharipovs Verletzung bei den Bietigheim Steelers aus. © Foto: Thomas Hahn/Imago
Bietigheim-Bissingen / Andreas Eberle 12.10.2018

Ein vergleichsweise gemütliches Wochenende steht den Bietigheim Steelers in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL2) bevor: Der Titelverteidiger absolviert diesmal nur ein Spiel und hat dabei auch noch Heimrecht: An diesem Freitag (20 Uhr) ist der aufstrebende Tabellenneunte EC Bad Nauheim in der EgeTrans-Arena zu Gast. „In unserer Lage mit einigen verletzten Spielern und dem kleinen Kader tut so ein freier Sonntag auch mal gut“, sagt der Bietigheimer Trainer Hugo Boisvert.

Zu seinen Sorgenkindern zählen die Kontingentspieler Tyler McNeely und Shawn Weller. Die beiden Stürmer aus Nordamerika trainieren nach ihren Blessuren inzwischen zwar wieder mit. Ob sie schon gegen Bad Nauheim auflaufen, entscheide sich aber kurzfristig, so Boisvert. Sicher nicht im Kader steht der verletzte Goalie Ilya Sharipov. Als Ersatz für den zuletzt stark haltenden Sinisa Martinovic haben die Steelers Unterstützung vom Kooperationspartner Nürnberg Ice Tigers erhalten. Der DEL-Klub aus Franken schickte Florian Proske ins Ellental. Der 22-jährige Torhüter nimmt seit Dienstag an den Bietigheimer Übungseinheiten teil. „Er ist ein guter Junge und ein guter Torwart“, sagt Boisvert, der Proske noch aus seiner Zeit als Assistenztrainer bei den Kassel Huskies kennt. Die Eingewöhnung verlief für den Linksfänger offenbar reibungslos. „Wir haben hier eine gute Gruppe beisammen. Neuen Spielern fällt es leicht, sich zu integrieren“, stellt der Coach fest. Da auch die Ice Tigers Personalprobleme haben, rechnet Boisvert nicht mit weiteren Verstärkungen aus Nürnberg. Wie in den vergangenen vier Partien wird also auch der mit einer Förderlizenz ausgestattete Verteidiger Pascal Grosse nicht dem Aufgebot angehören.

Doch auch mit einem Rumpfkader hat der Meister am Sonntag das Prestigeduell bei den Heilbronner Falken mit 5:3 gewonnen. Entsprechend selbstbewusst gehen die Steelers in ihr sechstes Saison-Heimspiel. Der dritte Sieg in Folge soll her.

Bad Nauheim ist allerdings ebenfalls im Kommen. Die Hessen haben nach einem schwachen Rundenstart mittlerweile die Wende geschafft und am vergangenen Wochenende mit zwei Überraschungserfolgen aufgewartet: Die Schützlinge von Trainer und Sportdirektor Christof Kreutzer bezwangen nacheinander die Spitzenklubs Löwen Frankfurt (4:3) und Ravensburg Towerstars (7:5). „Wer gegen diese Topmannschaften elf Tore schießt, muss richtig gut sein. Bad Nauheim ist ein sehr gefährliches Team“, sagt Boisvert voller Respekt. Speziell die Brüder Cody und Dustin Sylvester, zwei spielstarke Angreifer aus Kanada, haben mit elf und zehn Scorerpunkten eine eindrucksvolle Zwischenbilanz vorgelegt.

Neuauflage für „Event Game“ geplant

Die DEL2 hat ein drittes „Event Game“ ausgeschrieben. Als Termin ist der Januar 2020 anvisiert. Die Ausschreibung richtet sich an die 14 Vereine der Liga sowie an weitere Veranstalter und Einrichtungen in Deutschland. Bis zum 31. Januar 2019 kann bei der Ligagesellschaft eine Bewerbung eingereicht werden. Bisher fanden zwei Open-Air-Spektakel statt. In Dresden und Frankfurt wurde jeweils eine Fußball-Arena zum Eishockey- Stadion. Dabei stellten die Dresdner Eislöwen mit 31 853 Fans einen DEL2-Zuschauerrekord auf. ae

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