Bevor drei Spitzenspiele innerhalb von fünf Tagen in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL2) auf dem Programm stehen, haben die Bietigheim Steelers noch ein paar Personalien erledigt. Norman Hauner hat seinen Vertrag im Ellental längerfristig verlängert und mit Förderlizenzspieler Eric Stephan aus Nürnberg kommt sogar rechtzeitig vor dem Gastspiel an diesem Freitag (19.30 Uhr) beim Tabellendritten Lausitzer Füchse noch eine Verstärkung für die Defensive.

„Das ist ein riesiges Spiel für uns. Weißwasser steht vor uns, da wo wir hinwollen“, gibt Steelers-Trainer Hugo Boisvert die Marschrichtung vor der Reise an die polnische Grenze vor. Und auch wenn sein Team das erste Duell in der Lausitz mit 3:0 für sich entschieden hat, weiß Boisvert, dass seinem Team alles andere als eine leichte Aufgabe bevorsteht. „Wir müssen unser bestes Spiel abliefern, müssen unser System durchziehen“, so der Steelers-Coach. Nicht zu kompliziert spielen, das Tempo hochhalten, eine dynamische Offensive und eine kompakte Defensive sind das, worauf Boisvert in seinem System baut. „Wir müssen die Mitte schützen. Von außen darf Weißwasser gerne schießen“, erklärt Bietigheims Trainer, was er damit meint.

Vom Gegner erwartet er ein ähnliches Spiel, wie er es von seiner Mannschaft fordert. „Die Füchse spielen sehr stark in ihrem System. Sie spielen einfach, arbeiten zusammen und glauben aneinander“, so Boisvert. Er ist da ganz froh, Eric Stephan noch zur Verstärkung der Abwehr zu bekommen. „Ich kenne ihn noch aus unserer Meistersaison in Kassel. Da war er ein sehr wichtiger Mann. Er ist groß, schlittschuhläuferisch stark und hat eine hohe Spielintelligenz. Alles in Allem ein moderner Verteidiger“, lobt der Steelers-Trainer. Und dass Stephan in drei Jahren zwei Meistertitel geholt habe, spreche ohnehin für sich. Dass Stephan sofort eine tragende Rolle spielen wird, glaubt Boisvert allerdings nicht. „Wir kennen uns zwar gut, aber wir spielen hier ein ganz anderes System. Außerdem braucht man immer ein wenig Zeit, um sich an seine neuen Mitspieler zu gewöhnen“, so Boisvert.

Noch verzichten müssen die Steelers auf Tyler McNelly. Der ist nach einer Armverletzung zwar wieder im Eistraining, kann da aber noch nicht Vollgas geben. Umso wichtiger, dass sonst alle fit sind.