Basketball MHP Riesen wollen Wiedergutmachung

Ludwigsburg / bz 09.01.2019

In der Partie des zehnten Spieltags der Gruppenphase der Basketball Champions League (BCL) empfangen die MHP Riesen Ludwigsburg an diesem Mittwoch (20 Uhr) den französischen Meister Le Mans Sarthe Basket. Aufgrund der Ausgangslage in Gruppe A sind beide Mannschaften zum Siegen verdammt.

Nizhny Novgorod, Włocławek, Le Mans, Ventspils oder doch Ludwigsburg? Während sich die Gruppenphase der Basketball Champions League dem Ende entgegen neigt, ist das Rennen ums Weiterkommen noch lange nicht entschieden. Denn während der Viertplatzierte sich noch ein Ticket für das BCL-Achtelfinale sichert, können der Fünfte und Sechste jeweils noch die Qualifikation für den FIBA Europe Cup erringen und dementsprechend im rangniedrigeren Wettbewerb „überwintern“. Während die Russen sich als Vierter in der Pole Position befinden – und unter anderem noch Bandirma und Ventspils im KRK Nagorny empfangen – ist mindestens auf den Plätzen fünf bis acht ein enges Rennen zu erwarten. Die MHP Riesen Ludwigsburg befinden sich hierbei in der Außenseiterrolle, möchten jedoch ihre Minimal-Chance so lange wie möglich am Leben halten.

Keine Niederlage erlaubt

Nachdem die Schwaben am Sonntag bei den Telekom Baskets Bonn ihr schlechtestes Gesicht zeigten, sind sie gegen Le Mans auf Wiedergutmachung aus. Mit einem Heimsieg würden sie gar mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Denn die Niederlage in Bonn und die vollkommen unnötige Hinspiel-Niederlage in Le Mans (54:64) wären zumindest etwas aus dem Fokus der Wahrnehmung verdrängt.

Gleichzeitig hätten die Ludwigsburger die Gelegenheit, sich im Kampf ums Weiterkommen zurückzumelden. Bei einer Niederlage würde die Hoffnungen derweil wohl endgültig ad acta gelegt werden müssen.

Trotz der des Hinspielsiegs gegen Ludwigsburg ist der französische Meister für die Riesen eigentlich ein Gegner auf Augenhöhe. Wie schon am dritten Spieltag treffen zwei Mannschaften aufeinander, die in der heimischen Liga den Erwartungen etwas hinterherhinken. Titelverteidiger Le Mans ist in Frankreich lediglich Tabellenzehnter, verlor drei seiner letzten vier Ligaspiele. Ludwigsburg ist als Achter zwar auf Playoff-Kurs, durchlitt in den vergangenen Monaten aber zu viele Turbulenzen, um von einer zufriedenstellenden Halbserie sprechen zu können.

Auf internationalem Parkett kamen beide Klubs bislang zu selten an ihr Limit, um im Kampf um die Plätze eins bis vier eine entscheidende Rolle zu spielen. Dennoch haben beide Kontrahenten noch Chancen – und wollen diese mit einem Sieg am Mittwoch untermauern.

Augenmerk auf Thompson

Während die Ludwigsburger dabei auf die bewährten Kräfte setzen, legen die Franzosen die (offensive) Last auf die Schultern von Point Guard Michael Javon „Juice“ Thompson. Der 29-Jährige zählt, wie auch Jordon Crawford, zu den Wirbelwinden der Basketball CL. Mit durchschnittlich 11,8 Punkten und 4,9 Assists hat der US-Amerikaner eine ähnlich gewichtige Rolle im System von Le Mans.

Da er seine großen Spieler unterm Korb – Richard Hendrix, Petr Cornelie und Wilfried Yeguete – vorzüglich einzusetzen weiß, sollte Thompson idealerweise komplett aus dem Spiel genommen werden. So wie es Bonn am Sonntag auch mit Crawford gemacht hat. Gleichzeitig tun die Ludwigsburger gut daran, unterm Korb einen besseren Job als gegen Bonn zu machen. Denn das erwähnte Trio verzeiht keine Fehler – und der Blick auf die Tabelle auch keine Niederlage.

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