Markgröningen Markgröninger Ruderer schafft Sprung ins WM-Finale der nicht olympischen Bootsgattungen

Florian Roller (Zweiter von links) bildet mit Patrick Stöcker, Johannes Ursprung und Schlagmann Cedirc Kulbach (von links) den Doppelvierer
Florian Roller (Zweiter von links) bildet mit Patrick Stöcker, Johannes Ursprung und Schlagmann Cedirc Kulbach (von links) den Doppelvierer © Foto: Oliver Quickert
Markgröningen / BZ 25.08.2016
Florian Roller hat sich bei der Weltmeisterschaft der nicht olympischen Bootsgattungen in Rotterdam mit dem Männer-Doppelvierer für das Finale qualifiziert.

Florian Roller, der im vergangenen Jahr Weltmeister im Ruder-Achter gewesen war, und sein Team hatten sich im Vorlauf der Ruder-Weltmeisterschaften in den nicht olympischen Bootsklassen zunächst nicht direkt für das A-Finale qualifizieren können. Starker Schiebewind und hohe Wellen machten es dem deutschen Männer-Doppelvierer Leichtgewicht (70 Kilogramm LM4x) im niederländischen Rotterdam auf der „Willem Alexander Roeibaan“ schwer, seinen Rhythmus zu finden.

Völlig unerwartet lagen im Vorlauf die Ruderer der Ukraine vom Start weg in Führung. Das deutsche Boot hielt bis zur 1500-Meter-Marke den zweiten Platz, musste dann aber noch die Ruderer aus Frankreich ziehen lassen. So musste der deutsche Männer-Doppelvierer Leichtgewicht mit Florian Roller über den Hoffnungslauf um den Einzug in das Finale A kämpfen.

Im Hoffnungslauf lieferten die Deutschen dann ein packendes Rennen. Gleich von Beginn an ging der deutsche Männer-Doppelvierer in Führung. Über die Strecke gelang es dem Boot, seinen Vorsprung weiter auszubauen. So fuhr der deutsche Männer-Doppelvierer Leichtgewicht einem sehr deutlichen Start-Ziel-Sieg entgegen.

Die favorisierten Dänen lieferten sich bis ins Ziel einen harten Bord-an-Bord-Kampf mit den Ruderern aus Kanada. Den Einzug ins Finale schafften die Dänen im Fotofinish. Ihr Vorsprung betrug vier Hundertstelsekunden vor Kanada.

Da es um den Einzug in die Finalläufe ging, ist davon auszugehen, dass die Boote aus Dänemark und Kanda bis an ihre Grenzen gegangen und kein taktisches Rennen gefahren sind.

Im zweiten Hoffnungslauf waren die Boote aus Großbritannien, Italien, Frankreich und den Niederlanden am Start. Der amtierende Weltmeister aus Frankreich ging am Start in Führung.

Über die Mittelstrecke fiel das Boot aber etwas zurück. Das Boot aus den Niederlanden übernahm die Führung. Bei der 1500-Meter-Marke lieferte sich Frankreich einen Bord-an-Bord-Kampf mit den Ruderern aus Großbritannien. In einem starken Endspurt gelang es den Franzosen, die Niederlande bis ins Ziel noch abzufangen.

Die Niederlande verpasste mit 77 Hundertstel Sekunden den Einzug in das Finale A. Frankreich gewann diesen Hoffnungslauf mit einem Vorsprung von vier Zehntelsekunden auf Großbritannien.

In der Gegenüberstellung der Siegerzeiten aus beiden Hoffnungsläufen liegt der deutsche Vierer mit drei Hundertstelsekunden hinter Frankreich. Gegenüber dem Vorlauftag herrschten bei den Hoffnungsläufen ideale Bedingungen.

Nach diesen Ergebnissen könnten die Boote aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland etwa gleich stark sein. Auf die Zuschauer dürfte ein äußerst spannendes Finale zukommen.

Für das Finale A am Samstag um 13.25 Uhr haben sich die Boote aus Griechenland, der Ukraine, Deutschland, Dänemark, Frankreich und Großbritannien qualifiziert.

Die Rennen am Samstag können im Internet live verfolgt werden. 

www.worldrowing.com/events/2016-world-rowing-championships/