Da war es nur noch einer: Die Bietigheim Steelers haben am Freitagabend im dritten Hauptrundenvergleich mit den Dresdner Eislöwen den ersten Sieg eingefahren: Der Meister setzte sich am 31. Spieltag der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL2) souverän mit 5:2 durch. Jetzt fehlt dem Team aus dem Ellental nur noch ein Erfolg über Spitzenreiter Ravensburg Towerstars, und dann hätte es gegen jeden Klassenrivalen zumindest einmal gewonnen.

Vor den 4037 Zuschauern in der Energie-Verbund-Arena bestätigten die Steelers erneut ihren Ruf als gefürchtete Auswärtsmannschaft, den sie sich mit nun schon 11 Siegen bei den bisher 16 Gastspielen erworben haben. Am Sonntag (17 Uhr) können sie nun im letzten Duell des Jahres an ihrer schwachen Heimbilanz arbeiten. Dann kommt der Tabellenachte Kassel Huskies in die EgeTrans-Arena. Unter Tim Kehler als alleinverantwortlichem Chefcoach haben die Nordhessen zuletzt viermal in Serie gewonnen, darunter am Freitag auch die Heimpartie gegen das Schlusslicht Deggendorfer SC (3:1).

Kuqi spielt für die deutsche U 18

Steelers-Trainer Hugo Boisvert musste an der Elbe auf die verletzten Max Prommersberger und Tyler McNeely sowie auf Youngster Fabjon Kuqi verzichten. Letzterer spielt noch bis Sonntag beim Fünf-Nationen-Turnier in Zuchwil (Schweiz) für die deutsche U18- Nationalmannschaft.

Mit einer bis auf wenige Ausnahmen konzentrierten Vorstellung zähmte das Bietigheimer Team die aufmüpfigen Eislöwen und stoppte deren Höhenflug. Eine Einzelaktion von Norman Hauner brachte die 1:0-Führung: Der 27-jährige Stürmer kam an der seitlichen Bande an den Puck, ließ bei seinem Solo Niklas Postel und Dennis Palka stehen und überwand den Dresdner Goalie Marco Eisenhut mit einem platzierten Schuss ins lange Eck (15.).

Gleich das erste Powerplay der Gäste brachte im zweiten Drittel das 2:0 – Marcus Sommerfeld war nach Matt McKnights Vorarbeit mit einer Direktabnahme erfolgreich (29.). Das 3:0 gelang Yannick Wenzel aus kurzer Distanz nach einem Querpass von Shawn Weller (32.). Zuvor hatte Eisenhut einen Schuss von Nikolai Goc nur notdürftig abwehren können.

Mit zwei Treffern innerhalb von 21 Sekunden reduzierten die Sachsen ihren Rückstand auf nur noch einen Treffer. Ein Schlagschuss von Harrison Reed in Überzahl sorgte dafür, dass die Dresdner Fans zum ersten Mal jubeln durften. Kaum wieder komplett, verlor Max Lukes die Scheibe im eigenen Drittel an Steven Rupprich, und der bedankte sich für das Geschenk mit dem 2:3 (37.). Doch die Gäste fanden prompt die passende Antwort: Dank eines weiteren Überzahltors von Sommerfeld zum 4:2 – erneut per Direktabnahme – gingen sie mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die zweite Pause (40.).

Im Schlussdrittel ließen die Steelers nichts mehr anbrennen und spielte den Sieg locker nach Hause. Der formstarke Alexander Preibisch nahm den Eislöwen mit seinem Tor zum 5:2 (43.) den letzten Mut. Überhaupt keinen Stich machte diesmal Dresdens Top­scorer Jordan Knackstedt, der den Meister im ersten Duell an der Elbe beim 6:5 mit vier Toren noch fast im Alleingang erledigt hatte. Seine auffälligste Szene hatte der Kanadier in der 29. Minute, als er Steelers-Verteidiger Willie Corrin von hinten hart gegen die Bande checkte – und mit einer Zwei- Minuten-Strafe noch glimpflich davonkam.

So spielten sie


DEL2, 31. Spieltag
Dresden – Bietigheim

2:5

Drittel: 0:1, 2:3, 0:1.
Tore: 0:1 Hauner (15.), 0:2 Sommerfeld (29./Überzahl), 0:3 Wenzel (32.), 1:3 Reed (37./Überzahl), 2:3 Rupprich (37.), 2:4 Sommerfeld (40./Überzahl), 2:5 Preibisch (42.).
Strafminuten: 16 (8 Strafen) – 14 (7 Strafen).
Schiedsrichter: Robert Paule (Rosenheim), Ulpi Sicorschi (Waldkraiburg); Zuschauer: 4037.