Eishockey Löwen schlagen zurück

Justin Kelly erzielte in Frankfurt das einzige Steelers-Tor.
Justin Kelly erzielte in Frankfurt das einzige Steelers-Tor. © Foto: Helmut Pangerl
Frankfurt / ae 03.04.2018

Im Frankfurter Hexenkessel haben die Bietigheim Steelers am Samstag eine 1:3-Niederlage bei den Löwen Frankfurt einstecken müssen. Damit gelang den Löwen in der Halbfinalserie der 1:1-Ausgleich. Der DEL-2-Titelverteidiger aus Hessen steigerte sich gegenüber dem blutleeren Auftritt bei der 2:5-Pleite zum Serienstart erheblich. „Wir waren viel bereiter als in Bietigheim, haben die Kleinigkeiten besser gemacht, von hinten besser herausgespielt und waren näher am Mann. Trotzdem war es wieder ein sehr enges Spiel zwischen zwei starken Mannschaften“, sagte Frankfurts Interimstrainer Franz-David Fritzmeier.

Drei Tore fallen in Überzahl

Die Steelers gingen in der 13. Minute in Führung: Center Justin Kelly verwertete ein Zuspiel von Marcus Sommerfeld bei einem Powerplay der Gäste zum 0:1. Ebenfalls in Überzahl fiel der Frankfurter Ausgleich: Matthew Pistilli vollstreckte zum 1:1 (17.). Der zweite Durchgang ging klar an die Löwen, und Ilya Sharipov hatte alle Hände voll zu tun und lieferte wie schon im ersten Spiel eine Topleistung ab. Nur beim Powerplay-Treffer von C.J. Stretch musste sich der 23-jährige SCB-Goalie geschlagen geben. Im Schlussdrittel versuchten die Steelers nochmal alles. Bereits eineinhalb Minuten vor Spielende nahm Trainer Kevin Gaudet Sharipov zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, aber bereits kurz darauf traf Stretch mit seinem zweiten Tor an diesem Abend zum 3:1 ins leere Bietigheimer Gehäuse.

„Wir waren nicht gut und nicht konsequent genug. Darum haben wir verloren“, bilanzierte Gaudet, der sich beeindruckt von der Stimmung in der Eissporthalle Frankfurt zeigte: „Das Publikum hier ist unglaublich und sehr laut. Hier ist es nie einfach, zu spielen.“ Auch sein Kollege Fritzmeier sprach die Unterstützung von den Rängen an: „Das war heute ein wichtiger Faktor. Die Fans haben uns von der ersten bis zur letzten Minute getragen. Die Mega-Stimmung hat uns sehr geholfen.“

So spielten sie

DEL 2, Halbfinale, Spiel 2
Frankfurt – Bietigheim

3:1

Drittel: 1:1, 1:0, 1:0.
Tore: 0:1 Kelly (13./Überzahl), 1:1 Pistilli (Überzahl), 2:1 Stretch (38./Überzahl), 3:1 Stretch (59./Empty Net).
Strafminuten: 10 (5 Strafen) – 10 (5 Strafen); Schiedsrichter: Jens Steinecke (Brotterode), Bastian Haupt (Kempten); Zuschauer: 6077.