Frauenhandball Loerper verwandelt neun Siebenmeter

Cecilie Woller (rechts) von der SG BBM Bietigheim hat sich am Kreis der Schwaben Hornets gegen Stephanie Schöneberg (links) und Annika Blanke (hinten) durchgesetzt.
Cecilie Woller (rechts) von der SG BBM Bietigheim hat sich am Kreis der Schwaben Hornets gegen Stephanie Schöneberg (links) und Annika Blanke (hinten) durchgesetzt. © Foto: Imago
Ostfildern / Claus Pfitzer 16.04.2018

Der deutsche Meister SG BBM Bietigheim hat innerhalb einer Woche auch das zweite schwäbische Derby in der Handball-Bundesliga der Frauen gewonnen. Dem 21:20 bei der TuS Metzingen ließ die Mannschaft von Trainer Martin Albertsen am Samstag einen umkämpften und mühsam errungenen 31:29-Sieg bei den Schwaben Hornets des TV Nellingen folgen. Die Partie war geprägt von vielen technischen Fehlern. Vor 310 Zuschauern taten sich die Gäste, die neben Angela Malestein, Charris Rozemalen und Kim Naidzinavicius kurzfristig auch auf die erkrankte Kreisläuferin Luisa Schulze verzichten mussten, schwer. Sie bekamen vor allem Lena Sophia Degenhardt nicht in den Griff, die achtmal für die Schwaben Hornets des TV Nellingen erfolgreich war. Torjägerin Louisa Wolf, die zur neuen Saison zur Neckarsulmer Sport-Union zurückkehrt, erzielte sechs Treffer für die Hornets, darunter vier per Siebenmeter. Gleich auf neun erfolgreiche Versuche von der Starfwurflinie brachte es für die Gäste Anna Loerper.

Anfangs lief die Partie für den deutschen Meister wie auf Schienen. Bietigheim ging mit 4:0 in Führung und lag auch beim 7:3 noch komfortabel vorne. Dann allerdings holten die einsatzfreudigen und am eigenen Kreis kräftig zupackenden Schwaben Hornets auf und legten schöne Spielzüge aufs Feld. Der Lohn für die engagierte Leistung war eine 16:15-Führung nach 30 Minuten. Durch zwei Treffer von Antje Lauenroth und einen verwandelten Siebenmeter von Loerper machte die SG BBM aus dem 15:17-Rückstand beim 18:17 erstmals wieder einen Vorsprung. Den verteidigten die Gäste, zogen das Tempo deutlich an und bauten ihre Führung durch Mille Hundahl beim 31:26 auf fünf Treffer aus.

Spannende Schlussphase

Aber die Hornets gaben nicht auf und machten die Sache in der Endphase nochmals spannend. Vivien Jäger und Wolf verkürzten auf 28:31, dann vergab Wolf einen Siebenmeter. Tanja Padutsch mit dem dritten Tor der Gastgeberinnen in Folge gelang 32 Sekunden vor Schluss noch der Treffer zum 29:31-Endstand. „Nach einem starken Start und einer schnellen Führung haben wir leider unseren Rhythmus verloren. Wir wussten aber, dass schon viele Teams Schwierigkeiten gegen Nellingen hatten. Umso glücklicher sind wir über den Sieg“, sagte der Bietigheimer Coach Martin Albertsen nach der Partie in Ostfildern.

Zum nächsten Heimspiel nach den zwei Derbys auswärts empfangen die Bietigheimerinnen am Samstag um 19.30 Uhr in der Halle am Viadukt den Aufsteiger  HSG Bensheim-Auerbach. Gegen den hatte es im Hinspiel Ende Dezember 2017 nur zu einem Unentschieden gereicht.