Leichtathletik LG-Quartett verpasst Bronze knapp

LG-Schlussläuferin Marie Weller (links vorne) gibt auf den letzten Metern noch einmal alles. Am Ende schrammte die U-20-Staffel nur knapp an der Bronzemedaille vorbei.
LG-Schlussläuferin Marie Weller (links vorne) gibt auf den letzten Metern noch einmal alles. Am Ende schrammte die U-20-Staffel nur knapp an der Bronzemedaille vorbei. © Foto: Ralf Görlitz
Nürnberg / Martin Grund, Andreas Eberle 24.07.2018

Nach einem Kampf auf Biegen und Brechen um Bronze musste die Vertretung der LG Neckar-Enz knapp geschlagen einer anderen 4x400 Meter-Staffel den Vortritt lassen. Das U-20-Quartett um Melanie Böhm, Selina Mahl, Emma Sieder und Marie Weller belegte bei den deutschen Meisterschaften in Nürnberg den vierten Platz. Einen guten neunten Rang gab es für die Männerstaffel über diese Strecke – mit einer Saisonbestzeit. Als Einzelstarter war Florian Fröhlich (TSV Bietigheim) über 400 Meter Hürden im Einsatz. Mit 53,79 Sekunden erreichte er den 14. Platz.

Fröhlichs Vorbereitung lief aus verschiedenen Gründen alles andere als optimal. Doch als er dann an der Startlinie stand, blitzte sein Kämpferherz auf, und er begann seinen Lauf sehr forsch. Auch die Hürdenüberquerungen gelangen gut, am Ende des Rennens verließen ihn dann etwas die Kräfte. Dennoch erzielte er zum Saisonhöhepunkt seine zweitbeste Zeit in dieser Saison mit guten 53,79 Sekunden als Vierzehnter.

Felix Franz fehlt verletzt

Sein LG-Kollege Felix Franz (TSV Bietigheim), 2014 und 2016 deutscher Meister bei den Männern über 400 Meter Hürden, musste dagegen wegen einer hartnäckigen Achillessehnenansatzentzündung auf einen DM-Start verzichten. Anfang April hatte der 25-Jährige zu Beginn des zweiten Trainingslagers in Südafrika Schmerzen im Fersen- und Wadenbereich bekommen, an denen er noch immer laboriert. „Wir hatten uns eine Deadline gesetzt: Wenn ich acht Wochen vor der DM voll belasten hätte können, hätten wir es probiert. Doch ich konnte zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal joggen“, sagte der in Bietigheim wohnende Franz.

In der 4x400-Meter-Staffel war Florian Fröhlich als Schlussläufer in Aktion. Den Beginn machte hier Nicolas Schliewe (Spvgg Besigheim), der den erkrankten Felix Hepperle (TSV Bönnigheim) dann mehr als gut vertrat. Jonte Fischer (VfL Gemmrigheim) übernahm das Staffelholz und hielt die LG Neckar-Enz weiterhin in Schlagdistanz zum Feld. Julian Lamatsch (TSV Bietigheim) begeisterte anschließend auf der Position drei und brachte die Staffel einen Platz nach vorne. Diesen siebten Rang in ihrem Zeitendlauf hielt dann im Anschluss Fröhlich. Mit 3:15,68 Minuten erzielten die vier eine überraschend gute Zeit und platzierten sich auf dem neunten Gesamtrang.

Groß war die Konkurrenz über 4x400 Meter der U 20. Zunächst galt es deshalb, sich über Vorläufe fürs Finale zu qualifizieren. Das gelang Luisa Barth (TSV Bietigheim), die ein beherztes Rennen lief, Selina Mahl (VfL Gemmrigheim), Emma Sieder (TSV Bönnigheim) und Marie Weller (TSV Bietigheim) als Vierte ihres Laufs nach etwas Bangen denn auch. In 3:57,95 Minuten zogen sie als Siebte ins Finale ein.

Dort trat die LG-Staffel verabredungsgemäß in veränderter Besetzung an. Melanie Böhm (Spvgg Besigheim) ersetzte Luisa Barth, da beide im Vorfeld an Verletzungen laborierten. Böhm brachte die LG Neckar-Enz dann gut in die Spur. Selina Mahl gab richtig Gas und führte die Staffel weiter in den Dunstkreis der Medaillen. Danach gelang es Emma Sieder, noch eine Schippe gegenüber dem Vortag draufzulegen. Ein sehr guter Wechsel spülte Marie Weller dann auf den vierten Rang. Ein Dreikampf um die letzte Medaille entwickelte sich. Nach einem Wimpernschlagfinale kam die LG Neckar-Enz in einer Saisonbestzeit von 3:53,75 Minuten knapp hinter den Medaillenrängen auf Platz vier. Den Titel gewann das Team Sachsen-Anhalt mit 3:48,39 Minuten vor Bayer 04 Leverkusen (3:49,05) und dem LAZ Puma Rhein-Sieg (3:53,58).

Nopper in der Top Ten

David Nopper vom LAZ Ludwigsburg schaffte es im Hochsprung-Finale in die Top Ten – mit überquerten zwei Metern landete er auf dem neunten Platz. Erster wurde Mateusz Przybylko (TSV Bayer 04 Leverkusen) mit einer neuen Saisonbestleistung von 2,31 Metern. Noppers Vereinskollegin Anne Klebsch fehlten nur fünf Zentimeter zur Bronzemedaille. Mit vier weiteren Mitstreiterinnen belegte sie mit 1,75 Metern und der identischen Anzahl an Fehlversuchen Rang vier. Den Sieg verbuchte Marie-Laurence Jungfleisch vom VfB Stuttgart (früher LAZ Salamander Kornwestheim/Ludwigsburg) mit 1,87 Metern.

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