Nach nur einem Jahr mit den Nürnberg Ice-Tigers wird Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers in den kommenden zwei Spielzeiten mit einem neuen Kooperationspartner zusammenarbeiten. Wie bereits von 2014 bis 2018 heißt der Partner aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) Iserlohn.

„Unser neuer Kooperationspartner ist kein Unbekannter, aber ein komplett neu ausgerichteter Partner. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit den Roosters“, so Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch. „In den nächsten Wochen bis zum Vorbereitungsstart werden im Kreise der sportlichen Leitungen die Spieler der Teams festgelegt, welche mit entsprechenden Förderlizenzen ausgestattet werden“, berichtet Schoch weiter.

Intensivere Zusammenarbeit

Zur Neuausrichtung der Iserlohn Roosters gehört auch eine Zusammenarbeit mit Oberligist Herner EV. „Drei Vereine, ein Ziel: die Nachwuchsförderung. Die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) haben neue Kooperationspartner für die Förderung ihrer Nachwuchstalente gefunden. Zukünftig wird das Team vom Seilersee mit dem DEL2-Club aus Bietigheim-Bissingen und dem Oberligisten aus Herne intensiv zusammenarbeiten“, heißt es dazu in einer Mitteilung der Sauerländer.

„Aus Iserlohner Sicht war eine veränderte Nachwuchsförderung für unsere Organisation von zentraler Bedeutung. Dabei ist es uns wichtig, vor allem engagierte Partner ins Boot zu holen, die mit uns gemeinsam ein System ausgearbeitet haben, das wir alle mit vollem Engagement auch leben werden“, erklärt Christian Hommel, Sportlicher Leiter der Iserlohn Roosters. Ihm war es wichtig, Talenten aller Teams die Möglichkeit zu geben, in einem durchlässigen, leistungsorientierten System Erfahrungen sammeln zu können. Zukünftig werden Spieler der Sauerländer je nach ihrer Leistungsfähigkeit in Herne oder in Bietigheim zum Einsatz kommen und dort genauso ausgebildet werden wie am Seilersee.

„Die Steelers waren schon in den zurückliegenden Jahren Kooperationspartner der Roosters. Aufgrund der geringen Zahl an jungen Perspektivspielern in unserem Kader konnte meist nur ein Iserlohner Spieler sporadisch zum Einsatz kommen. Dies wird sich mindestens in den kommenden beiden Jahren ändern“, teilen die Roosters mit und zerstreuen damit zumindest teilweise Bedenken, die es bei der Bietigheimer Anhängerschaft wegen des geringen Nutzwerts für die Steelers bei der bisherigen Partnerschaft gibt.

„Die Trainerstäbe beider Clubs werden bei der Entwicklung der jungen Spieler deutlich enger zusammenarbeiten und sich regelmäßig über die Schritte der im System befindlichen Talente austauschen“, teilt der Iserlohner Verein weiter mit. „Auch für uns ist es von Bedeutung, dass wir mit unserem Kooperationspartner einen intensiven Austausch pflegen, unsere Zusammenarbeit auf gleichen Philosophien basiert. So haben auch unsere neu verpflichteten Talente die Möglichkeit, von der Zusammenarbeit der beiden Clubs zu profitieren“, so Steelers-Geschäftsführer Schoch.

Ex-Falke Heywood im Anflug?

Unterdessen verdichten sich Gerüchte, dass der bisherige Dresdner und frühere Heilbronner Jordan Heywood die durch den Abgang von Willie Corrin frei gewordene Stelle als Offensivverteidiger einnehmen könnte. Über den 30-jährigen Kanadier heißt es an der Elbe, dass er die Eislöwen in Richtung eines DEL2-Spitzenteams verlässt. Da die Steelers vor der abgelaufenen Runde lange Zeit Interesse an Heywood zeigten, gilt Bietigheim als erster Verdächtiger, wenn es um den neuen Arbeitgeber geht.