Handball Klare Führungen reichen nicht

Spektakulärer Einsatz: Der Bönnigheimer Spielertrainer Sven Kaiser legt sich am gegnerischen Kreis quer.
Spektakulärer Einsatz: Der Bönnigheimer Spielertrainer Sven Kaiser legt sich am gegnerischen Kreis quer. © Foto: Helmut Pangerl
dz 10.04.2018

Die Bönnigheimer Landesliga-Handballer können einfach nicht mehr gewinnen, und warten nun schon seit Anfang Februar und sechs Spielen auf einen doppelten Punktgewinn. Trotz einer schnellen 7:2-Führung nach neun Minuten und einem hoffnungsvollen 21:17-Vorsprung in der 42. Minute musste der TSV am Ende noch froh sein, gegen die bereits als Landesliga-Absteiger feststehende SG Degmarn/Oedheim beim 28:28 wenigstens einen Punkt ergattert zu haben. Doch mit welcher unkonstanten Leistung dieser eine Punkt zustande kam, ist kein Mutmacher, um in den restlichen drei Spielen in Hohenacker und Mundelsheim sowie zuhause gegen Weilimdorf/Feuerbach den drohenden Abstieg in die Bezirksliga zu verhindern. Letztmals spielte Bönnigheim in der Saison 2000/2001 im Bezirk Enz/Murr.

Die Bönnigheimer, bei denen wie zuletzt schon Sven Kaiser als Spielertrainer auflief, scheiterten wieder an den eigenen Ansprüchen, hinten heraus fehlte einfach die nötige Lockerheit. Da fehlte zu vielen Spielern das Selbstvertrauen, die Cleverness und die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Hektik, Verunsicherung gepaart mit Kopflosigkeit machte sich breit, und immer wieder parierte Gäste-Torhüter Maximilian Jesser glänzend – und fing sogar mehrere Würfe der Bönnigheimer sicher und leitete so erfolgreiche Tempogegenstöße einleitete.

„Dieser Punkt bringt uns nicht weiter, dazu wollten wir zu oft mit dem Kopf durch die Wand. Es war ein ständiges Auf und Ab – keine Konstanz über längere Phasen. Der Kampf war zu sehen, aber das war auf Grund unserer mangelnden Wurfqualität zu wenig. Wir haben uns viele unmotivierte Würfe genommen, und den SG-Torhüter regelrecht warm geschossen“, klagte der noch verletzte Mathias Hepperle, der für das Coaching an der Seitenlinie verantwortlich zeichnete.

Zäh bester Werfer beim TSV

Beste Werfer bei den Gästen waren der unverwüstliche Max Odenwald sowie Yannik Volz mit jeweils acht Toren. Beim Gastgeber war Dominic Zäh mit sechs Treffern, davon fünf vom Siebenmeter-Strich am erfolgreichsten.

Der TSV Bönnigheim erwischte vor den rund 100 Zuschauern in eigener Halle einen Traumstart, führte nach neun Minuten durch konzentrierte Abschlüsse mit 7:2. Doch nach einer Auszeit fanden die Gäste mehr und mehr ins Spiel. Über 10:5 (13.) kamen sie gegen merklich nachlassende und wankelmütige Hausherren kurz vor der Pause zum 14:14-Ausgleich. Die Anfangspower bei der Kaiser-Truppe, als alles wie aus einem Guss wirkte, war plötzlich wie weggeblasen.

Nach dem Wechsel rafften sich die TSV-ler wieder auf, und setzten sich durch das einzige Tor von Robin Czapek nach 42 Zeigerumdrehungen auf 21:17 ab. Doch nun stand wieder der SG-Keeper im Blickpunkt, der reihenweise Würfe der Bönnigheimer entschärfte. Dessen schnelle Abwürfe führten durch schnelle Gegenstösse dazu, dass Degmarn sieben Minuten später wieder den Ausgleich schaffte (21:21), und beim 26:28 110 Sekunden vor  Schluss bereits wie der sichere Sieger aussah. Doch zwei Treffer von Dominic Zäh sicherten dem TSV wenigsten noch die Punkteteilung.

TSV Bönnigheim: Schultz, Schelling;  Kaiser (4), Daub (2), Track (3), May (5), Schuster (2), Dominic Zäh (6/5), Patrick Stierl, Vogelmann, Zundel, Böer. (1), Czapek (1), Strapko (4).

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