Durch den witterungsbedingten Ausfall des Sonntagsspiels der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL2) gegen Bad Tölz hatten die Bietigheim Steelers zwei Tage mehr zur Erholung und Vorbereitung, als üblich. Möglicherweise nicht das Schlechteste vor der Partie an diesem Freitag (20 Uhr) bei Tabellenführer Ravensburg Towerstars.

„Das ist ein Spiel, bei dem man der Mannschaft nicht zu sagen braucht, wie sie zu spielen hat. Das weiß sie ganz genau“, blickt Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch auf die Partie beim DEL2-Spitzenreiter Ravensburg voraus. Schoch ist auch guter Dinge, in Oberschwaben mit vier Sturmreihen antreten zu können.

Zwar fehlt Tyler McNeely nach wie vor mit einer Armverletzung und auch Shawn Weller hatte sich zuletzt krank gemeldet, sodass dessen Einsatz zumindest fraglich ist, Aber sonst sind alle an Bord. Auch Max Prommersberger, der bei der Derbyniederlage in Heilbronn einen Schuss gegen das Knie bekommen hatte, trainiert wieder voll. „Sein Einsatz ist wahrscheinlich“, so Schoch. Ohnehin mit wenig Eiszeit ausgestattet, spielt dagegen Nachwuchsspieler  Fabion Kuqi keine Rolle mehr in den Planungen. Er wechselt per Förderlizenz zu Kooperationspartner Sonthofen und soll dort Spielpraxis sammeln.

Warum man der Mannschaft nicht sagen muss, wie sie zu spielen hat, liegt in den ersten beiden Begegnungen dieser Saison begründet. Bei der 5:8-Niederlage in Oberschwaben waren die Steelers damals ins offene Messer gelaufen. Daraus haben Trainer Hugo Boisvert und sein Team gelernt. Bei Spiel Nummer zwei in der EgeTrans-Arena hatte der amtierende Meister den Tabellenführer am Rande einer Niederlage. 3:1 führten die Steelers Mitte des Schlussabschnitts, nur um die Partie noch nach Verlängerung zu verlieren. „Da hat uns die Konstanz über 60 Minuten gefehlt“, so Schoch.

Vielleicht ist momentan nicht der schlechteste Zeitpunkt, um gegen Ravensburg zu spielen. Aus den letzten fünf Spielen holten die Towerstars lediglich fünf Punkte. Darunter waren glatte Niederlagen in Crimmitschau und Bad Nauheim sowie gegen Bayreuth. Gegen Schlusslicht Deggendorf gab es den Erfolg auch erst in der Verlängerung. Dabei fehlte der letztjährige DEL2-Topscorer Andreas Driendl komplett über den Jahreswechsel. Erst beim Heimsieg gegen Heilbronn am Dreikönigstag war er wieder dabei. Verteidiger Pawel Dronia fehlte da immer noch.