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Das Vorgeplänkel ist vorbei, jetzt geht es in den DEL-2-Playoffs erst richtig los: Wenn an diesem Samstag die Finalserie zwischen den Bietigheim Steelers und den Löwen Frankfurt beginnt, sind endlich Hochspannung und Nervenkitzel garantiert. Das Viertel- und das Halbfinale waren für die beiden Überflieger der Liga nicht mehr als Pflichtübungen, die sie mit einer bemerkenswerten Souveränität erledigt haben. Auch wenn SCB-Trainer Kevin Gaudet als respektvoller Mensch die bisherigen Playoff-Gegner EHC Bayreuth und ESV Kaufbeuren stets lobte und vor ihnen warnte – eine wirkliche Gefahr stellten die Außenseiter aus Bayern für seine Mannschaft nicht dar.

Das wird sich nun ändern. Denn mit Frankfurt wartet beim Showdown ein Gegner, der personell genauso gut besetzt ist wie die Steelers – und der finanziell sogar noch die etwas besseren Möglichkeiten hat. Es treffen die zwei mit Abstand besten Teams aufeinander. Einen Favoriten gibt es nicht, es werden Kleinigkeiten entscheiden.

Die Fans dürfen sich auf bis zu sieben rauschende Eishockey-Feste freuen. Hässliche Gesänge und Ausschreitungen sind bei aller Rivalität nicht zu befürchten. Schließlich stehen sich die Anhänger der Klubs wohlgesonnen gegenüber. Der einzige Makel am Finale ist das nach wie vor fehlende Aufstiegsrecht für den Meister. Auch die Hintertür zur DEL wird sich wohl nicht öffnen. Zwar haben die Standorte Bietigheim und Frankfurt ihre Hausaufgaben gemacht und eine Bankbürgschaft hinterlegt – für den Fall, dass eine Erstliga-Lizenz frei werden sollte. Doch danach sieht es aktuell nicht aus. Dem DEL-2-Titelträger, wie immer er am Ende heißt, bleibt damit also einmal mehr die größte Belohnung verwehrt.