Bietigheim / Marco Steinbrenner

Große Freude bei Annett Kaufmann: Das Tischtennis-Talent aus Bietigheim-Bissingen gewann bei den mit 8000 Dollar dotierten French Open in Metz an der Seite von Naomi Pranjkovic (SV DJK Kolbermoor) die Bronzemedaille im Schülerinnen-Doppel. Für die amtierenden deutschen Meisterinnen war es der erste Podestplatz auf internationaler Ebene. „Wir haben im Gegensatz zu den vergangenen Turnieren Fortschritte gemacht und diesmal sehr gute Leistungen gezeigt“, strahlte Kaufmann.

Sowohl im Achtel- als auch Viertelfinale musste die Paarung des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) jedoch lange Zeit kämpfen, um jeweils im fünften Satz gegen Anna Brzyska/Wiktoria Wrobel (Polen) und Anna Hursey/Dorottya Tolgyes (Wales/Ungarn) die Oberhand zu behalten. Gegen die an Position eins gesetzten Prithika Pavade/Elena Zaharia (Frankreich/Rumänien) reichte eine 2:1-Führung nicht zum Erreichen des Endspiels. Am Ende gab es eine 5:11, 11:8, 11:9, 8:11 sowie 7:11-Niederlage.

Viertelfinal-Aus gegen Russland

Nur knapp verpassten Annett Kaufmann, Naomi Pranjkovic und Jele Stortz (DJK Offenburg) einen weiteren Podestplatz im Team- Wettbewerb. Ein 2:1-Vorsprung reichte im Viertelfinale gegen Russland nicht zum Sprung unter die letzten Vier. Kaufmann hatte ihre erste Partie (nach 0:2-Satzrückstand) und das Doppel mit Pranjkovic gewonnen. Im entscheidenden fünften Spiel kassierte die Linkshänderin jedoch eine 12:10, 12:10, 5:11, 9:11 sowie 8:11-Niederlage. Kaufmann: „Es war  mehr möglich, doch habe ich aus der verlorenen Partie kein krasses Drama gemacht.“

Mit drei 3:0-Erfolge zog Annett Kaufmann als Gruppensiegerin in das 32-köpfige Einzel-Hauptfeld ein. Nach einem 3:0-Sieg gegen Brianna Burgos (Peru) kam das Aus gegen die an Position zwei gesetzte Japanerin Kaho Akae, die später Bronze gewann. „Ich hatte durchaus meine Siegchancen, war am Ende jedoch zu hektisch“, so Kaufmann nach dem 11:9, 8:11, 8:11, 11:8 und 7:11.

Weniger erfolgreich verlief das Turnier für Alexandra Kaufmann, die mit einer 1:2-Bilanz nur auf dem vierten Platz nach der Vorrunde landete. Die Chancen zum Weiterkommen waren vorhanden, doch hätte die 17-Jährige dafür das letzte Spiel gegen die Französin Marie Chapet gewinnen müssen. „Ich habe mich zu sehr unter Druck gesetzt und verkrampft gespielt“, so Kaufmann nach dem 1:3. In der Trostrunde reichte es noch zu Rang drei.

Im Team-Wettbewerb bildeten Alexandra Kaufmann und Jana Kirner (DJK Offenburg) zusammen mit der erstmals auf internationale Ebene eingesetzten Belgierin Awa Sow ein Trio. Nach den 1:3-Niederlagen gegen Tschechien und Frankreich änderte auch der 3:0-Sieg gegen Luxemburg nichts mehr am Ausscheiden nach der Gruppenphase. Kaufmann/Kirner schieden im Doppel nach einem Freilos gegen die starken Französinnen Camille Lutz/Prithika Pavade in fünf Sätzen aus.