Tennis Hirschmüller verteidigt seinen Titel

Christian Hirschmüller verteidigte am Wochenende seinen Titel beim Ganerbencup des TC Rot-Weiß Bönnigheim.
Christian Hirschmüller verteidigte am Wochenende seinen Titel beim Ganerbencup des TC Rot-Weiß Bönnigheim. © Foto: Bernd Leitner
Bönnigheim / Von Sandra Bildmann 28.08.2018

Wir standen kurz vor dem Abbruch“, berichtete Roger Zampolli, Pressewart des TC Bönnigheim. Die starken Regenfälle am Freitagnachmittag hätten die Sportler doch arg beeinträchtigt. Wie gewohnt, wurde während der Partien kein Schiedsrichter eingesetzt, die Entscheidung über die Fortsetzung der Matches lag bei den Sportlern. Doch die zehn betroffenen Athleten hätten alle durchgespielt. Schließlich sei es für alle gleich mies gewesen.

Nicht ganz rund lief es zu Beginn auch für den Topfavoriten Christian Hirschmüller. Der Lauffener vom TC Ludwigshafen lag zurück, konnte seine Erstrundenpartie gegen Adrian Wimmer vom SSV Ulm aber zu einem letztlich souveränen 6:4 und 6:2 umbiegen. „Ich habe mich sicher gefühlt auf dem Platz“, sagte der spätere Sieger. Sein Ziel sei ganz klar der Turniersieg gewesen, den er bereits bei der Premiere des Ganerben-Cups vor zwei Jahren mit nach Hause nahm. „Wenn man an Nummer eins gesetzt wird, sollte das der Anspruch sein“, meinte der Lokalmatador, der vor einem Dreivierteljahr mit dem Profi-Tennis aufgehört hat. Ab Herbst übernimmt er in seinem Verein eine Tätigkeit als Verbandstrainer.

Der 25-Jährige legte am Wochenende einen ungefährdeten Durchmarsch bis ins Finale hin und zeigte auch dort, warum er auf Listenplatz 59 in Deutschland rangiert. Mit Alejandro Dominguez lieferte er sich ein spannendes Match um die Ganerben-Krone, vor allem im zweiten Satz bot Dominguez, der als Trainer in Diensten des TEC Waldau steht, stark Paroli: Der mit 40 Jahren älteste Teilnehmer im Feld kam nach einem 0:4 noch auf 4:5 heran. Mit einer Finalteilnahme habe er gar nicht gerechnet, meinte Dominguez, der nur noch „just for fun“ zum Schläger greift und mit dem Turnierverlauf deshalb hochzufrieden war.

Bei den Frauen gab es keine Überraschungen – bis zum Finale. Die der Leistungsklasse 4 zugeordnete Oana Corneanu vom TC Bad Friedrichshall fegte die an eins gesetzte Anja Wildgruber glatt 6:1 und 6:1 vom Sandplatz. Vom Leistungsniveau her sei die Rumänin deutlich höher anzusiedeln als in LK4, meinte Zampolli.

Für die lokale Zukunftshoffnung Mia Mack dagegen lief es in diesem Jahr nicht nach Maß. Die 14-Jährige Nachwuchsspielerin vom TK Bietigheim traf bereits in ihrem Auftaktmatch auf die an zwei gesetzte Dana Heimen. An der 116. der deutschen Rangliste war Mack bereits letztes Jahr im Viertelfinale gescheitert, nun hatte sie beim 2:6 und 3:6 erneut das Nachsehen. Auch die beiden Vertreterinnen des TC Bönnigheim, Stéphanie Lieb und Sarah Braun, sowie Carolin Unkauf vom TC Lauffen verloren in der Vorrunde.

Mit der Zahl der Meldungen war man beim TC Bönnigheim sehr zufrieden. In den beiden Tagen vor Meldeschluss gab es derart viele Meldungen, dass gar nicht allen Spielern zugesagt werden konnte. Ob es auch im kommenden Jahr einen Ganerben-Cup geben wird, steht derzeit noch nicht fest. Den Wunsch, „Tennis attraktiv an die Menschen in der Region heranbringen zu können“, wie der erste Vereinsvorstand Uwe Trinkner betont, hege man aber nach wie vor.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel