Basketball Heißes Duell unter alten Bekannten

Marcos Knight (Nummer 9, blau) – hier noch im Trikot von Science City Jena gegen Alba Berlin – komplettiert die Kaderplanung der MHP Riesen Ludwigsburg.
Marcos Knight (Nummer 9, blau) – hier noch im Trikot von Science City Jena gegen Alba Berlin – komplettiert die Kaderplanung der MHP Riesen Ludwigsburg. © Foto: imago sportfotodienst
bz 12.01.2019

Im vorletzten Hinrunden-Heimspiel der Basketball-Bundesliga (BBL) empfangen die MHP Riesen Ludwigsburg an diesem Sonntag (15 Uhr) den Tabellensechsten Medi Bayreuth. Während die aktuell achtplatzierten Schwaben in der vergangenen Saison in den Duellen mit den Oberfranken favorisiert waren, gehen sie diesmal als Außenseiter ins Rennen.

In der BBL geht es am Wochenende hoch her: Aus den Top Acht der Liga treffen gleich sechs Teams in direkten Duellen aufeinander. Oldenburg (3.) empfängt Berlin (2.), Vechta (5.) gastiert in Bamberg (4.) und Ludwigsburg (8.) trifft auf Bayreuth (6.). Am 16. Spieltag kommt es damit in der MHP-Arena zur Neuauflage der letztjährigen Viertelfinales in Basketball Champions League und BBL. Die MHP Riesen Ludwigsburg kreuzten mit Bayreuth mehrfach die sprichwörtlichen Schwerter, gewannen vier von fünf Ausscheidungsspielen und kamen jeweils eine Runde weiter.

241 Tage nach dem erfolgreichen „Sweep“ kommt es am Sonntag nun zur Neuauflage des schwäbisch-fränkischen Duells. Diesmal jedoch mit anderen Vorzeichen: Bayreuth geht als klarer Favorit ins Spiel. Die Gäste präsentierten sich zuletzt extrem formstark, bezwangen Brose Bamberg 94:84 und zwangen auch den noch verlustpunktfreien Primus Bayern München in die Verlängerung, in der die Münchner mit Mühe 101:95 gewannen. Einzig die Fußverletzung von Center Hassan Martin schlägt derweil bei den Wagnerstädtern etwas aufs Gemüt. Denn der 23-Jährige räumte unter den Brettern mächtig auf, war mit im Schnitt 13,8 Punkten bester Scorer und damit im System von Trainer Raoul Korner eine wichtige Säule.

Dass es aber auch ohne den US-Amerikaner ganz gut läuft, zeigten die Oberfranken in den letzten drei Spielen: Neben Bamberg und München präsentierte sich Bayreuth auch im Champions-League-Auswärtsspiel in Patras gut, kassierte aber eine 83:95-Niederlage. Während das erneute Erreichen des Achtelfinales der Königsklasse deshalb noch lange keine ausgemachte Sache ist, gelten die Korner-Schützlinge in der BBL als sicherer Playoff-
Anwärter. Der eingespielte Kern wurde von Korner mal wieder erfolgreich verstärkt: Kassius Robertson, Gregor Hrovat, Adonis Thomas, David Stockton und der unter der Woche frisch verpflichtete Eric Mika werden die Riesen bis ans Limit fordern.

Die Ludwigsburger wiederum wollen sich vor eigener Kulisse den Frust der 68:73-Champions-League-Niederlage gegen Le Mans und dem damit fast sicheren Aus von der Seele spielen. Personell gehen sie gestärkt ins Rennen, denn seit Freitagvormittag ist der Transfer von Marcos Knight in trockenen Tüchern. Der 29-Jährige ist die vierte und letzte Nachverpflichtung von Trainer John Patrick und soll bereits am Sonntag zum Einsatz kommen.

Patrick hat den bulligen Combo-Guard bereits in den regulären Trainingsbetrieb integriert und mit den Abläufen in der Mannschaft vertraut gemacht. Auch der 29-Jährige selbst fiebert derweil auf seine Rückkehr aufs Parkett hin – im Jahr 2019 kam der US-Amerikaner noch in keinem Pflichtspiel zum Einsatz. Gegen Bayreuth könnte er nun gleich auf Anhieb zu einem entscheidenden Faktor werden.

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