Eishockey Heimpremiere mit fünf Toren

Guter Vorbereiter: Frédérik Cabana (rechts) war gegen die Tilburg Trappers an drei Bietigheimer Treffern beteiligt. Ein eigenes Tor blieb dem Stürmer aber verwehrt.
Guter Vorbereiter: Frédérik Cabana (rechts) war gegen die Tilburg Trappers an drei Bietigheimer Treffern beteiligt. Ein eigenes Tor blieb dem Stürmer aber verwehrt. © Foto: Avanti/Ralf Poller
Bietigheim-Bissingen / Von Andreas Eberle 08.09.2018

Beim ersten und einzigen Testspiel vor heimischem Publikum haben die Bietigheim Steelers am Freitagabend viel Licht, aber auch etwas Schatten gezeigt. Einem dürftigen ersten Drittel ließen sie vor den etwa 1400 Zuschauern in der EgeTrans-Arena zwei starke Durchgänge folgen. Der Meister der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) setzte sich gegen die Tilburg Trappers letztlich standesgemäß mit 5:0 durch. Damit gewann das Team aus dem Ellental auch den zweiten Vergleich mit dem amtierenden Oberliga-Meister aus den Niederlanden, der als ausländischer Klub nicht aufsteigen darf. Zwei Wochen zuvor hatte es bereits einen Bietigheimer 7:4-Erfolg in Tilburg gegeben.

Swinnen geht verletzt vom Eis

Allerdings taten sich die Schützlinge des neuen Trainers Hugo Boisvert eine Woche vor dem Saisonstart gegen den Neuling Deggendorfer SC zunächst reichlich schwer – obwohl die Steelers erstmals in einer Vorbereitungspartie alle Mann an Bord hatten, abgesehen von den Förderlizenzspielern. Richtig viel lief im ersten Drittel nicht zusammen, die Trappers erwiesen sich als unbequemer Gegner und waren gleichwertig. Die klar favorisierten Hausherren, die mit vier Reihen antraten, hatten ihre beste Chance zur Führung bezeichnenderweise in Unterzahl: Alexander Preibisch stürmte kurz vor der ersten Pause allein auf Ian Meindres zu, blieb aber an Tilburgs Goalie hängen. Zu allem Überfluss musste auch noch Neuzugang Dennis Swinnen verletzt vom Eis, nachdem er einen Schuss aus nächster Nähe an den Fuß bekommen hatte.

Im Mitteldrittel legte Bietigheim seine Lethargie ab und einen Zahn zu. Bereits nach 60 Sekunden fiel das 1:0: Nach einem Scheibenverlust der Niederländer zog Verteidiger Willie Corrin, Neuzugang aus den USA, Richtung Tor und bediente seinen Landsmann Shawn Weller – und der Publikumsliebling erledigte den Rest. Auch beim 2:0 hatte Corrin seinen Schläger als Vorbereiter im Spiel. Diesmal war der talentierte Fabjon Kuqi der Nutznießer. Der 17-jährige Youngster, der einen besonders starken Eindruck hinterließ, mogelte sich vor das Trappers-Gehäuse und traf rotzfrech ins kurze Eck (24.). In Überzahl vollstreckte Marcus Sommerfeld in der 29. Minute gar zum 3:0. Diesem Offensivelan war der Oberligist nun nicht mehr gewachsen. Das Duell war vorzeitig entschieden.

Der Rest war ein reines Schaulaufen der Steelers. Benjamin Zientek nach einem Querpass von Max Lukes (42.) und Neuzugang Yannick Wenzel mit einem kernigen Schuss (49.) erhöhten auf 5:0, weitere gute Möglichkeiten ließ der DEL-2-Meister generös aus, und so kamen die Mannen in Gelb und Blau aus den Niederlanden noch relativ glimpflich davon. Und Torwart-Routinier Sinisa Martinovic, der durchspielte, durfte am Ende sogar einen Shut­out feiern. Am Sonntag (17.30 Uhr) im Testspiel beim Schweizer Klub EHC Olten aus der Swiss League wird wohl sein Kollege Ilya Sharipov das Tor bewachen. Es ist die Bietigheimer Generalprobe vor dem Hauptrundenstart am nächsten Freitag (20 Uhr) gegen Deggendorf.

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