Ohne ihren Spitzenspieler, Pedro Osiro Shinohara, erspielte sich die U18 des TTC Bietigheim-Bissingen die Vizemeisterschaft bei den baden-­württembergischen Mannschaftsmeisterschaften in Offenburg. Dabei unterlagen sie im Finale der FT 1844 Freiburg mit 4:6, die damit auch das Ticket zur deutschen Mannschaftsmeisterschaft löste. Ein Unentschieden hätte den Bietigheimern zum Titel gereicht.

Im Modus jeder gegen jeden trat der TTC jedoch zuerst gegen den württembergischen Vizemeister aus Böblingen an. Genau wie zwei Wochen zuvor setzten sich die Bietigheimer am Ende mit 6:1 durch. Jedoch war das Spiel dieses Mal deutlich umkämpfter, was allein schon die beiden knappen Fünfsatzerfolge in den Eingangsdoppeln zeigen. Im zweiten Spiel erwartete die Bietigheimer mit dem 1. TTC Ketsch der nordbadische Meister. In einem einseitigen Spiel machten die Jungs von der Enz kurzen Prozess mit dem Team aus der Nähe von Mannheim und siegten glatt mit 6:0 bei gerade einmal zwei Satzverlusten. So kam es im letzten Spiel gegen den südbadischen Meister aus Freiburg zum Showdown der beiden ungeschlagenen Teams, wobei den Bietigheimern ein Unentschieden aufgrund der beiden höher gewonnen ersten Partien gereicht hätten.

Beide Eingangsdoppel verloren

Gleich zu Beginn jedoch der Schock für die junge Bietigheimer Mannschaft: Beide Eingangsdoppel gingen an die Freiburger, die sich damit den am Ende entscheidenden Vorsprung bereits zu Beginn erspielten. Es folgten drei Punkteteilungen in den folgenden sechs Einzeln. Michael Engelhardt und Marc Hingar mussten sich jeweils dem nicht zu bezwingenden Spitzenspieler der Südbadener, Sven Hennig, geschlagen geben, während sie mit der Nummer zwei, Nick Do, keinerlei Probleme hatten. Im hinteren Paarkreuz sorgte Fabian Altrieth mit einem 3:1-Sieg gegen Manuel Scheierke für Bietigheimer Glücksgefühle. Jedoch musste Levin Rath gegen Luca Rowinski eine knappe 9:11-Niederlage im fünften Satz hinnehmen. Altrieth und Rath sollten dann mit zwei Siegen doch noch das Unentschieden für ihren TTC retten. Doch während Rath sein Spiel gegen Scheierke in drei Sätzen zu seinen Gunsten entschied, musste sich Altrieth in vier Sätzen einem stark aufspielenden Rowinski geschlagen geben.

„Die Enttäuschung ist natürlich groß, zumal uns durch die Terminansetzung die Möglichkeit genommen wurde, in Bestbesetzung zu spielen. Jedoch sind wir auch selbst schuld. Wir dürfen niemals beide Doppel verlieren. Dazu sind zwei Niederlagen gegen Rowinski dann auch einfach schwach“, fasst TTC-Coach Andreas Kienle das entscheidende Spiel gegen Freiburg zusammen. „Wir wären sehr gerne zu den deutschen Meisterschaften gefahren. Aber am Ende des Tages hat sich Freiburg den Sieg verdient. Die Freiburger waren einfach fokussierter von Anfang an. Das war am Ende ausschlaggebend“, ergänzt Kienle seine Analyse.