Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit, vor allem in der Abwehr, unterlagen die Landesliga-Handballer des TSV Bönnigheim dem Tabellenfünften SG Schorndorf mit 24:26. Die Hypothek des Sechs-Tore-Pausenrückstandes war schließlich doch zu groß, um nach vier Niederlagen in Folge wenigsten einen Punkt auf der Habenseite verbuchen zu können.

Steigerung erkennbar

Zwar glichen die Bönnigheimer vor eigenem Publikum in der 52. Minute durch Jaron May zum 22:22 aus und sorgten damit wieder für Spannung, doch danach agierten die Gäste einen Tick routinierter und abgezockter. Sie legten wieder zwei Tore vor. Mit nun 14:18 Punkten ist der TSV mit seinem kleinen Kader, in dem weiterhin Kai Strapko und Jonas May verletzt ausfielen, nur noch drei Zähler von einem Abstiegsplatz entfernt.

Bönnigheims Trainer Sven Kaiser attestierte seinem Team kämpferisch eine exzellente Leistung: „Leider hat es am Schluss nicht ganz gereicht, aber gegenüber den Auswärtsspielen in Remshalden und Bittenfeld  konnten wir uns ganz klar steigern. In der ersten Hälfte haben wir uns zu viele Abspielfehler geleistet, die dann Schorndorf umgehend eiskalt bestraft hat.“

In der zweiten Halbzeit kassierte seine Mannschaft, mit dem auf der Spitze immer wieder sehr gut verteidigenden Nils Layer,  nur neun Gegentore – auch mit ein Verdienst  von TSV-Keeper Ferdinand Schelling, der nach seiner Einwechslung beim Stand von 4:10 (17.) großartige Paraden zeigte. Er entschärfte auch zwei Siebenmeter. Aber auch Rechtsaußen Benedikt Qual machte ein überragendes Spiel, brachte das Spielgerät gleich neunmal im gegnerischen Gehäuse unter. Bester Werfer bei der SG Schorndorf war Stefan Niederer mit sechs Toren.

Die Gäste legten schnell eine 4:1- (7.) und 7:3-Führung  (12.) vor, ehe Kaiser die Reißleine zog und seine Spieler zur Auszeit bat. Aber auch fortan leisteten sich seine Schützlinge immer wieder einfache Ballverluste, die natürlich dem Gegner in die Karten spielten. Der zog dann auch, nachdem Qual mit drei Treffern in Folge auf 7:10 verkürzt hatte, bis zum Pausenpfiff auf 17:11 davon. Bis dahin wurden die TSV-Außen kaum ins Spiel einbezogen, Qual und Yannick Herter profitierten bei ihren Toren nur von glücklich bei ihnen gelandeten Abprallern. Aber auch über den Kreis lief ohne Kai Strapko nicht viel.

Ausgleich hält nur kurz

Nach dem Wechsel zeigten die Bönnigheimer die von ihren Fans erhoffte Reaktion. Mit dem wohl schönsten Tor des Abends brachte Jaron May den TSV nach Zuspiel von Dominic Zäh per Kempa-Trick auf 17:19 (43.) heran. Genauso schön heraus gespielt war Herters Treffer zum 19:21 (46.). Dazu glänzte Schelling immer wieder im Tor und sorgte mit dafür, dass Zäh, Timo Zundel und Jaron May acht Minuten vor dem Abpfiff zum 22:22 ausgleichen konnten. Doch die Gäste wahrten kühlen Kopf zogen wieder auf 24:22, davon  und und behielten über 24:23 (55.) und 26:23 das bessere Ende für sich.

TSV Bönnigheim: Schelling, Nicht; Qual (9/1), Daub, Müller, Hees (1), Lorenz, Jaron May (3), Herter (4), Zäh (3), Zundel (3), Layher (1).