Handball Glanzlos und dennoch deutlich

Luisa Schulze von der SG BBM steuerte zwei Treffer zum am Ende deutlichen Sieg der Bietigheimer Bindesliga-Handballerinnen über die Schwaben Hornets Ostfildern bei.
Luisa Schulze von der SG BBM steuerte zwei Treffer zum am Ende deutlichen Sieg der Bietigheimer Bindesliga-Handballerinnen über die Schwaben Hornets Ostfildern bei. © Foto: imago
Von Mathias Schmid 11.10.2018

Mit wenig Glanz, aber dennoch ungefährdet haben die Frauen der SG BBM Bietigheim ihr Bundesligaspiel beim Nachbarn Schwaben Hornets Ostfildern mit 34:24 gewonnen. Nach einer starken Phase der SG in Durchgang eins, war das Spiel im zweiten Abschnitt zerfahren. Auch dank Torhüterin Valentyna Salamakha wurde es für Bietigheim nicht mehr eng. Die Nellinger Gastgeberinnen hatten vor allem Probleme, die Außen in den Griff zu bekommen.

„Wir haben gut angefangen, zurecht geführt, zu Beginn der zweiten Halbzeit aber nachgelassen und den Gegner stark gemacht. Nellingen hat das in dieser Phase gut gemacht. Letztendlich haben wir verdient gewonnen“, meinte Trainer Martin Albertsen.

Acht Tore Vorsprung zur Pause

Nach einer staubedingten Verspätung kamen die Bietigheimerinnen erst 45 Minuten vor Anpfiff am Spielort an. Dementsprechend wurde der Spielbeginn zehn Minuten nach hinten verschoben. Das machte der SG aber nichts aus. Nach 2:0-Führung für Bietigheim kam Ostfildern noch mal auf 3:3 heran. Es war allerdings der letzte Gleichstand an diesem Abend. Bietigheim profitierte in der Folge von den technischen Fehlern der Gastgeberinnen und zog relativ locker auf 10:4 davon (14.). Trainer Albertsen wechselte nun relativ viel durch im Angriff, was dem Offensivspiel seines Teams aber zunächst keinen Abbruch tat. Kim Naidzinavicius, mit acht Toren erfolgreichste Bietigheimerin, durfte gleich zweimal relativ unbedrängt auf 13:6 (20.) erhöhen.Als die Hornets begannen, offensiver zu verteidigen, ging es Bietigheim nicht mehr ganz so leicht von der Hand. Dennoch stand bis zur Pause ein beruhigender 17:9-Vorsprung.

Nach dem Wiederanpfiff erhöhte Angela Malestein zunächst noch, dann ging aber plötzlich nichts mehr beim Vizemeister. Nur zwei Tore gelangen in den darauffolgenden acht Minuten. Viele technische Fehler Bietigheims ließen bei den Gastgebern, die zwischenzeitlich auf drei Tore herankamen, noch einmal Hoffnung aufkommen. Albertsen gestikulierte am Spielfeldrand verzweifelt, schaffte es aber nicht, sein Team wieder in die Spur zu bringen. Erst mit dem 20:16 durch Malestein (40.) und einer Parade der mittlerweile im Tor stehenden Salamakha lief es wieder ein wenig besser für die SG BBM. Dennoch sahen die 380 Zuschauer in den zweiten 30 Minuten eine sehr zerfahrene Partie.

Gut, dass es in Minute 46 nach einem Treffer von Anna Loerper bereits 24:17 stand, denn in der Folge wurden binnen drei Minuten gleich drei Bietigheimerinnen mit einer Zwei-Minuten-Strafe belegt. Da die nun immer stärker werdende Salamakha aber gegen Lena Degenhardt und Roxana-Alina Ioneac ihre Siebenmeter zwei und drei am Stück hielt, wurde es auch hier nicht mehr brenzlig für die SG BBM.

Ebenfalls ein Schlüssel für den Erfolg der Gäste: Die Hornets schafften es über die gesamte Spielzeit nicht, die Außenspielerinnen der SG in den Griff zu bekommen. Fie Woller traf sechs-, Angela Malestein siebenmal, letztere beispielsweise beim 27:19 nach 51 Minuten, wodurch der Acht-Tore-Vorsprung der Pause wiederhergestellt war.

Bietigheim verpasste es aber erneut, die Partie noch deutlicher zugestalten. Gleich drei Tempogegenstöße brachten sie gegen die ebenfalls gut aufgelegte Nellinger Torhüterin Celina Meißner nicht im Tor unter. Anna Loerper erzielte  mit ihrem sechsten Treffer das letzte Tor für Bietigheim zum 34:23. Den Schlusspunkt setzte Nellingens Ioneac.

Für die SG BBM Bietigheim steht am Sonntag das erste Heimspiel in der EHF Champions League an. Um 18 Uhr ist CSM Bukurest in der Ludwigsburger MHP-Arena zu Gast.

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