Gemmrigheim / Hans-Michael Raiser

Beim abschließenden Bundesliga-Turnier hat die Ultimate-Frisbee-Mannschaft des VfL Gemmrigheim nur knapp den Titel verpasst. Das Team „ToGetHer“ unterlag in einem spannenden Finale dem Titelverteidiger aus Marburg knapp mit 13:15. Der Nachbar aus Bönnigheim landete auf Rang fünf.

„Mit diesem Ergebnis können wir mehr als zufrieden sein. Wir waren in der Halle zum ersten Mal im Bundesliga-Finale und haben uns gegen Marburg sehr gut verkauft“, lautete das positive Fazit des VfL-Abteilungsleiters Marco Müller. Dabei waren die Vorzeichen alles andere als günstig, denn aufgrund einer Zerrung konnte Müller sein Team am Samstag nur vom Spielfeldrand aus unterstützen.

Zum Auftakt ließen die Gemmrigheimer nichts anbrennen und feierten gegen das Team aus Köln einen ungefährdeten 15:11-Erfolg. Gegen Tübingen machten es die Grün-Weißen im zweiten Spiel etwas spannender, behielten aber am Ende dennoch mit 14:13 die Oberhand. Ein Ausrufezeichen setzten „ToGetHer“ im Achtelfinale, als man das favorisierte Team aus Potsdam nach starker Leistung mit 15:10 bezwang.

Revanche gegen Aachen

Im Halbfinale trafen die Gemmrigheimer auf die Mannschaft aus Aachen, gegen die sie zwei Wochen zuvor beim Turnier in Tübingen knapp den Kürzeren gezogen hatte. Zusätzlich motiviert durch den Einsatz des angeschlagenen Müller hatten die Grün- Weißen nun den längeren Atem und feierten mit einem 15:10-Erfolg den Einzug ins Finale. Im Spiel um den Titel kämpften die Gastgeber verbissen, doch am Ende erwiesen sich die Gäste aus Marburg einen Tick cleverer. Sie behielten knapp, aber verdient mit 15:13 die Oberhand.

„Der zweite Platz in der Hallen-Bundesliga ist ein super Erfolg. Ich bin sehr stolz auf unsere Jungs“, sparte der VfL-Vorsitzende Hans-Michael Raiser nicht mit Lob. Bei der Mannschaft wich die anfängliche Enttäuschung nach der Niederlage auch spätestens bei der Siegerehrung der Freude über die gewonnene Vizemeisterschaft. Überzeugen konnte auch das Bönnigheimer Team „Cultimaters“, das im Spiel um Platz fünf gegen Potsdam mit 13:11 triumphierte.

Dem American Football ähnlich, aber körperlos

Ultimate Frisbee ist ein wettkampforientierter, weitgehend berührungsloser Mannschaftssport. Ursprünglich von amerikanischen Studenten erfunden, erfreut sich Ultimate heute auch international zunehmender Beliebtheit. Es wird in mehr als 40 Ländern betrieben, und weltweit dürfte es mehr als 5 Millionen Spieler geben. Ziel beim Ultimate Frisbee ist, die von einem Mitspieler geworfene Scheibe in der gegnerischen Endzone zu fangen, wofür die Mannschaft des Fängers einen Punkt erhält. Der Sport ähnelt in der Spielidee dem American Football und enthält auch Elemente von Basketball, allerdings ist jeder Körperkontakt automatisch ein Foul. sim