Eishockey Gaudet lobt seinen coolen Torwart

Steelers-Goalie Sinisa Martinovic hat die Scheibe fest im Blick. Seine Mitspieler Frédérik Cabana (links) und Shawn Weller werden die Situation gleich bereinigen. Der Frankfurter Stürmer Brett Breitkreuz hat das Nachsehen.
Steelers-Goalie Sinisa Martinovic hat die Scheibe fest im Blick. Seine Mitspieler Frédérik Cabana (links) und Shawn Weller werden die Situation gleich bereinigen. Der Frankfurter Stürmer Brett Breitkreuz hat das Nachsehen. © Foto: Jan Huebner
Bietigheim-Bissingen / Andreas Eberle 06.04.2018

Eine enge und spannende Angelegenheit ist bisher das Playoff-Halbfinale in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2). Bei beiden Best-of-Seven-Serien steht es nach vier Partien 2:2 unentschieden. Am Mittwochabend haben jeweils die Auswärtsteams zugeschlagen und sich mit Siegen den Heimvorteil zurückgeholt. Der Hauptrundenerste SC Riessersee setzte sich beim ESV Kaufbeuren genauso deutlich durch (3:0) wie die Bietigheim Steelers, die bei den Löwen Frankfurt mit 4:1 triumphierten.

„Das ist jetzt eine Best-of-Three-Serie“, sagt SCB-Trainer Kevin Gaudet vor dem fünften Halbfinalduell an diesem Freitag (19.30 Uhr) in der heimischen EgeTrans-Arena gegen Frankfurt. Wer das Spiel gewinnt, sichert sich den ersten „Matchpuck“ und kann bereits am Sonntag mit einem weiteren Erfolg ins Finale vorstoßen.

Der Serienausgleich und noch mehr die über 60 Minuten überzeugende Leistung haben im Ellental für neue Zuversicht gesorgt. „Das war eine hervorragende Mannschaftsleistung und eines unserer bisher besten Spiele in dieser Saison“, lobt Gaudet sein Team und hebt speziell zwei Akteure aus dem Kader hervor: Torhüter Sinisa Martinovic und Stürmer Marcus Sommerfeld.

Ersterer bestritt am Mittwoch sein erstes komplettes Spiel seit dem 27. Februar und zeigte trotz der fehlenden Wettkampfpraxis eine Galavorstellung – abgesehen von dem Gurken-Gegentor zum 1:1-Ausgleich der Löwen, bei dem „Silo“ eine unglückliche Figur abgab und den Puck nach einem harmlosen Schuss durchschlüpfen ließ. „Man muss dicke Eier haben, um so ein blödes Tor einfach zu vergessen und zu sagen: scheißegal“, spricht Gaudet die Coolness an, mit der Routinier Martinovic in dem Frankfurter Hexenkessel vor den 5567 Zuschauern auftrat.

Der zweite Bietigheimer Matchwinner war Sommerfeld. Der 34-jährige Deutsch-Kanadier steuerte drei der vier Treffer bei und rehabilitierte sich so für seine schwache Leistung am Ostermontag bei der 4:6-Heimniederlage. Da hatte er zwei Gegentore mit Leichtsinnsfehlern verschuldet. „So schnell geht es im Sport. Da bist du am Boden und wirst dann im nächsten Spiel zum Helden“, philosophiert Gaudet.

Trainer Gaudet baut auf die Fans

Bei den Steelers ist der eine oder andere Profi angeschlagen. So musste Angreifer Norman Hauner am Mittwoch nach einem Crosscheck von Clarke Breitkreuz zu Beginn des letzten Drittels verletzt vom Eis und kam nicht wieder. Sein Einsatz ist fraglich. Wie gehabt ohnehin nicht dabei sind Stürmer Alexander Preibisch sowie die Verteidiger Dominic Auger und Kodi Schwarz, der wegen einer Blessur am Daumen weiter pausieren muss. Mit Blick auf die möglicherweise lange Ausfallliste hofft Gaudet auf lautstarke Fan-Unterstützung: „Wir brauchen am Freitag zusätzlichen Rückenwind von den Rängen. Die Zuschauer müssen wieder unser siebter Mann sein.“

Christof Kreutzer ersetzt Petri Kujala an der Bande

Der EC Bad Nauheim hat einen neuen Trainer engagiert: Christof Kreutzer übernimmt die Hessen für die nächsten beiden Spielzeiten. Der 50-Jährige wurde am Donnerstag bei einer Pressekonferenz vorgestellt. Zuvor hatte sein Ex-Klub Düsseldorfer EG den Vertrag mit dem früheren Coach aufgelöst. Kreutzer tritt in Bad Nauheim die Nachfolge des Finnen Petri Kujala an, der den Verein nach vier Jahren auf eigenen Wunsch verlässt. ae

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