Einen perfekten Start ins Punktspieljahr 2020 feierte der SV Germania Bietigheim am Sonntagnachmittag. Gegen den TSV Pfedelbach gewann die Mannschaft von Trainer Matthias Schmid in der Fußball-Landesliga mit 3:0 (2:0). Vor allem aufgrund der zweiten Halbzeit war der Sieg hoch verdient.

In der Anfangsphase hatten zunächst die Gäste das Spielgeschehen bestimmt. Vom Anstoß weg drängten die Pfedelbacher in Richtung des Tores von Jens Krüger. In der vierten Minute klärte der Bietigheimer Torhüter den Schuss von Philipp Ehrle zur Ecke. Ihre beste Möglichkeit hatten die Gäste in der achten Minute, als Julian Krämer frei vor Krüger zum Schuss kam, den Ball aber nicht im Tor unterbrachte. Bereits kurz darauf musste der Pfedelbacher Angreifer verletzt ausgewechselt werden.

SVG kommt besser ins Spiel

Obwohl die Gäste weiterhin zu Möglichkeiten kamen, machte sich die Auswechslung bemerkbar, da die Gelegenheiten in der Folgezeit nicht mehr so zwingend waren. Mit zunehmender Spieldauer kamen nun auch die Gastgeber häufiger vor das Tor des TSV Pfedelbach. In der 21. Minute strich Demir Januzis Freistoß aus 23 Metern nur knapp über das Tor der Gäste. Oft versuchte es der SVG mit langen Bällen und Distanzschüssen.

Nachdem sich beide Mannschaften über mehrere Minuten im Mittelfeld weitgehend neutralisiert hatten, kam der TSV Pfedelbach kurz vor der Pause per Freistoß nochmals zu einer guten Gelegenheit, die jedoch ungenutzt blieb (44.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte schlug dafür Daniele Cardinale zweimal zu. Zunächst vollendete er einen Angriff über mehrere Stationen aus fünf Metern zum 1:0 (45+1.). Nur 60 Sekunden später lief er nach einer Balleroberung allein auf TSV-Keeper Dennis Petrowski zu, den er schließlich überlupfte und so das 2:0 erzielte. Dies war die letzte Aktion der ersten Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel war dann fast ausschließlich der SV Germania tonangebend. Demir Januzi scheiterte zunächst noch mit einem Freistoß (49.), doch Patrick Kraut erhöhte kurz darauf auf 3:0. Im Strafraum bekam er den Ball von Cardinale zugespielt und musste nur noch aus sechs Metern abschließen (52.). In den folgenden Minuten hatten die Gastgeber Chancen für zwei oder drei weitere Tore, doch scheiterte unter anderem Cardinale am Gäste-Schlussmann (53.).

Germania laufstark

Pfedelbach steckte keineswegs auf und ging, wie bereits in der ersten Halbzeit ohne Scheu in die Zweikämpfe. Die Schüsse, die auf das Bietigheimer Tor kamen, stellten für Krüger jedoch keine allzu großen Herausforderungen dar. Bemerkenswert war in dieser Phase die Fitness des Bietigheimer Teams, in dem aktuell mehrere Akteure angeschlagen sind. Zuschauer, die die personelle Situation des SVG nicht kannten, hätten sicher nicht vermutet, dass mehrere Spieler zuletzt noch mit Verletzungen zu kämpfen hatten. „Ich bin positiv überrascht, wie es läuferisch geklappt hat“, gestand auch SVG-Coach Matthias Schmid nach dem Spiel.

Dennoch spielte sich das Geschehen gegen Ende der Partie hauptsächlich im Mittelfeld ab. Torraumszenen waren in der Schlussphase rar. „In der ersten Halbzeit war es ein Spiel auf Augenhöhe, sogar mit den etwas besseren Chancen beim Gegner. Aufgrund der zweiten Hälfte ist unser Sieg aber hoch verdient. Die Tore vor der Pause waren sehr wichtig. Daniele ist derzeit in einer Verfassung, in der er solche Dinger reinmacht“, lobte Schmid. Der Sieg gibt dem SVG vor dem Derby in Löchgau wichtiges Selbstvertrauen.