Bietigheim-Bissingen / Jan Simecek  Uhr

Zwei Wochen dauert es eigentlich noch, bis die Fußballer in der Landes- und Bezirksliga wieder gegen den Ball treten. Doch vor dem Liga-Alltag steht die Kür im WFV-Pokal. Manch einer nutzt den Verbandspokal sogar als Sprungbrett auf die große Bühne. Wie der SC Geislingen, der 1984 als WFV-Pokalsieger in der ersten Runde des DFB-Pokals den Europapokalsieger der Landesmeister, den Hamburger SV, mit 2:0 aus dem Wettbewerb warf.

Für Bezirkspokal-Sieger NK Croatia Bietigheim kommt der Wettbewerb so ziemlich zur Unzeit. „Im August sind eigentlich alle Kroaten in der Heimat. Wir bekommen vielleicht einen Kader mit 13 oder 14 Spielern zusammen“, sagt der Sportliche Leiter Alen Lehecka. Fehlen werden unter anderem wichtige Defensivkräfte wie Fabijan Kraljevic oder Ante Zovko. Aber von der Urlaubszeit ist quasi jeder Verein betroffen. Auch der Gegner des NK Croatia, Landesliga-Aufsteiger SG Sindringen/Ernsbach. Je nach Konstellation dürfte der überlegene Meister der Bezirksliga Hohenlohe am Samstag (15.30 Uhr) auf dem Kunstrasen in Metterzimmern durchaus schlagbar sein. Lehecka warnt aber auch: „Sindringen/Ernsbach hat erst kürzlich nur mit 0:1 gegen Neckarrems verloren.“ Im Fall eines Weiterkommens winkt ein Derby in der zweiten Runde gegen Oberligist FSV 08 Bissingen. „Das wäre ein Traum. Das wäre so, als ob zu einem Oberligisten der FC Bayern kommen würde“, schwärmt Lehecka.

Rund ein Drittel des Kaders fehlt auch beim SV Germania Bietigheim. Mit Riccardo Macorig, Eric Schmidtke, Torhüter Jens Krüger, Daniele Cardinale oder auch Patrick Kraut wird rund ein halbes Dutzend potenzieller Stammspieler nicht dabei sein. Trainer Matthias Schmid ist sich dennoch bewusst, dass sein Team am Samstag (15.30 Uhr) beim Bezirksligisten SG Stetten-Kleingartach favorisiert ist. „Wir wollen auch gewinnen, wissen aber, dass sich das nicht im Vorbeigehen erledigen lässt. Ich werde entsprechende Worte an die Mannschaft richten“, so Schmid.

„Zu viele Spieler, die zum Rundenauftakt da sein werden, sind nicht da. Von daher ist das Spiel noch keine Standortbestimmung für die Liga“, sagt Thomas Herbst, Trainer des FV Löchgau, zum anstehenden Pokalduell am Sonntag (15.30 Uhr). Beim Landesliga-Konkurrenten TSV Schwaikheim fehlen beispielsweise Stammspieler wie Peter Wiens oder Fabian Gurth. „Es ist aber noch einmal ein Spiel mit Wettkampfcharakter vor der Runde, und wir wollen auch weiterkommen“, sagt Herbst. In der nächsten Runde würde möglicherweise der letztjährige Ligakonkurrent VfB Neckarrems warten.

Ein weiteres hochinteressantes Erstrunden-Duell ist das Derby der beiden Verbandsligisten SKV Rutesheim und TSV Heimerdingen am Samstag (18 Uhr). Am selben Tag (15.30 Uhr) empfängt der TV Pflugfelden den Landesligisten SV Kaisersbach.