Noch ein Spiel gilt es für die Fußballer der Landesliga, Staffel 1, zu absolvieren, ehe es in die Winterpause geht. Zugleich markiert der 16. Spieltag den Beginn der Rückrunde, die Ende Februar fortgesetzt wird. Der FV Löchgau empfängt am Samstag (14 Uhr) den SV Kaisersbach. Im ersten Duell der Teams im August behielt der Aufsteiger aus Kaisersbach mit 1:0 die Oberhand. Eine Niederlage, für die Verbandsliga-Absteiger Löchgau damals noch belächelt wurde. Nach 15 Spieltagen liegt Kaisersbach nun aber lediglich vier Punkte vom Aufstiegsrelegationsplatz entfernt auf dem vierten Rang und ist damit der mit großem Abstand beste Aufsteiger der Liga. „Sie stehen verdient in der Spitzengruppe“, sagt FVL-Coach Thomas Herbst über die Mannschaft aus dem Rems-Murr-Kreis, der er „eine gute Balance zwischen Offensive und Defensive“ attestiert.

Der FVL präsentierte sich seinerseits zuletzt aber ebenso als Spitzenmannschaft: In den letzten zehn Spielen gelangen der Herbst-Elf acht Siege bei zwei Niederlagen. „Wir wollen die starken Spiele der letzten Wochen nochmal bestätigen. Wir sind mit der Entwicklung der Jungs sehr zufrieden – ein Sieg wäre das i-Tüpfelchen zum Abschluss“, sagt Herbst.

Der SV Germania Bietigheim bekommt es am Sonntag (14.30 Uhr) auswärts mit dem TSV Schornbach zu tun. Zwar verlor Germania das Hinspiel knapp mit 1:2. Gelingt der Schmid-Elf nun aber ein Sieg, überwintert sie vor Schornbach, das aktuell mit 22 Punkten drei Zähler vor Bietigheim auf dem siebten Tabellenplatz rangiert, jedoch das schlechtere Torverhältnis aufweist. Mit dem Überraschungserfolg bei der SpVgg Gröningen-Satteldorf, die damit die Tabellenführung an den TSV Crailsheim abgeben musste, tankten die Viaduktstädter zuletzt Selbstvertrauen. „Man hat gesehen, dass wir jeden schlagen können“, sagt Germania-Trainer Matthias Schmid, „aber man hat auch schon gesehen, dass wir gegen jeden verlieren können.“

Kleiner Platz in Schornbach

Zu Schornbach sagt Schmid: „Das ist ein unangenehmer Gegner, der vor allem über die Physis und Zweikampfstärke kommt.“ Zugutekommen dürfte dem Verein aus dem Schorndorfer Stadtteil daher sein kleines Spielfeld. „Man hat auf diesem Platz permanent Druck und muss bei den Standardsituationen wach sein“, warnt Schmid. Zuletzt gelang Schornbach nach drei Niederlagen in Folge wieder ein Erfolgserlebnis: Der SV Leingarten wurde mit 3:0 nach Hause geschickt. Zu den wichtigsten Akteuren gehört Spielertrainer Marius Jurczyk, der bereits für den 1. FC Heidenheim und die SG Sonnenhof Großaspach am Ball war. In Gioacchino Colletti verloren die Schornbacher vor kurzem allerdings einen wichtigen Spieler, der laut Schmid deren „Lebensversicherung“ war. Der Italiener gab als Grund für die Trennung Meinungsverschiedenheiten an.

Während der SV Salamander Kornwestheim am Samstag (14.30 Uhr) in Oeffingen beim Tabellenfünften auf wichtige Punkte gegen den Abstieg hofft, hat sich der TV Pflugfelden bereits in die Winterpause verabschiedet und wird am 22. Februar (15.30 Uhr), eine Woche vor allen anderen Mannschaften der Liga, in die Rückrunde starten. Der TVP ist dann zum Kellerduell in Öhringen zu Gast.