Fußball Fünf Punkte aus der englischen Woche

Marco Hingerl hat den Ball fest im Blick. Osnabrücks Ulrich Taffertshofer (rechts) stellt sich dem SG-Neuzugang in den Weg.
Marco Hingerl hat den Ball fest im Blick. Osnabrücks Ulrich Taffertshofer (rechts) stellt sich dem SG-Neuzugang in den Weg. © Foto: Avanti
Aspach / Andreas Eberle 13.08.2018

Die SG Sonnenhof Großaspach und ihr Heimkomplex – auch in der neuen Drittliga-Saison scheint der Dorfklub in der Mechatronik-Arena nicht gewinnen zu können. Das 0:0 am Samstag gegen den VfL Osnabrück war die 13. Heimpartie hintereinander ohne Dreier. Der letzte Sieg in Aspach war am 18. November 2017 das 1:0 gegen Erfurt. „Es ist mir Jacke wie Hose, ob wir zu Hause oder auswärts gewinnen. Hauptsache, wie holen die Punkte“, sagte Torwart Kevin Broll angesprochen auf die seit Monaten andauernde Heimflaute und stellte die Vorzüge eines Erfolgs in der Fremde heraus: „Da ist es lustiger, weil man eine geile Heimfahrt hat.“ Und Kapitän Julian Leist ist sich sicher: „Auch diese Serie wird irgendwann reißen. Wir haben ja noch ein paar Heimspiele und sind guten Mutes, dass es auch wieder in die andere Richtung geht.“

Mit fünft Punkten aus den Partien gegen Kaiserslautern (1:1), Lotte (2:0) und Osnabrück (0:0) endete die englische Woche positiv für das Team von Trainer Sascha Hildmann. Nach vier Spieltagen hat sich die von vielen Experten als Abstiegskandidat Nummer eins eingeschätzte SG Sonnenhof fürs Erste als Elfter im Tabellenmittelfeld einsortiert. Bereits am Mittwoch (19 Uhr) wartet auf die Aspacher Kicker das Zweitrundenspiel im WFV-Pokal beim Bezirksligisten TSV Schwieberdingen, ehe es in die DFB-Pokal-Pause geht. Das nächste Drittliga-Duell findet am 24. August beim Aufsteiger KFC Uerdingen statt.

Abgesehen von den im Stadion herrschenden Temperaturen bot die Nullnummer der Großaspacher gegen Osnabrück nichts Erwärmendes. Spektakuläre Angriffe gab es kaum, dafür prägten Fehlpässe, Zweikämpfe und zwei sicher stehende Defensivreihen die Begegnung. In der ersten Hälfte hatten die gut in die Saison gestarteten Niedersachsen Vorteile. Die beste VfL-Chance vereitelte Broll, indem er einen platzierten Flachschuss von Ulrich Taffertshofer noch um den Pfosten lenkte. Von den Gastgebern war in der Offensive dagegen kaum etwas zu sehen.

Keeper Kevin Broll hat Dusel

Frischen Schwung brachten die zur Halbzeit eingewechselten Jonas Meiser und Shqiprim Binakaj. Die Hildmann-Schützlinge wurden nun mutiger. Makana Baku hatte aus spitzem Winkel die Großchance zur Führung, aber Osnabrücks Keeper Nils-Jonathan Körber machte sich groß und wehrte den Schuss zur Ecke ab (51.). Kurz darauf hatte der VfL seine einzige Tormöglichkeit im zweiten Spielabschnitt: Broll tauchte nach einem langen Ball beim Kopfball-Versuch unter der Kugel hindurch, so dass Marc Heider aus 16 Metern frei zum Schuss kam  – doch der Kapitän der Gäste hob den Ball über das leere SG-Gehäuse. „Da habe ich Schwein gehabt, mehr braucht man dazu nicht sagen“, kommentierte Broll später seinen einzigen Fehler an diesem Nachmittag.

Schwein hatte in der Schlussphase aber auch der VfL, als Leist nach einer Ecke mit einem Kopfball nur die Latte traf. Der von der unverhofften Chance sichtlich überraschte Marco Hingerl scheiterte mit dem Nachschuss an Körber (85.). So blieb es beim letztlich gerechten Remis. „Jetzt haben wir zwei Spiele zu null gespielt. Das ist auch ein Fingerzeig in die richtige Richtung“, stellte Leist die positiven Aspekte heraus. Sein Coach Hildmann war ebenfalls zufrieden: „Wir waren in den Zweikämpfen sehr präsent und wollten uns diesen Punkt am Ende auch unbedingt erarbeiten und verdienen.“

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel