Durch einen souveränen 35:20-Erfolg beim 1. FSV Mainz 05 ist der amtierende Deutsche Handball-Meister SG BBM Bietigheim am Mittwoch in die dritte Runde des DHB-Pokals eingezogen. Schon zur Pause war beim Stand von 17:8 für den Favoriten eigentlich alles klar. Bereits in der Vorsaison trafen beide Mannschaften in der zweiten Runde aufeinander. Damals gewann Bietigheim mit 41:18.

Erst nach einer staubedingten Verzögerung startete das erste Match der zweiten DHB-Pokal-­Runde. Bietigheim, das auf die am Finger verletzte Luisa Schulze verzichten musste, ging durch einen Siebenmeter von Kim Naidzinavicius in Führung. Der Bundesliga-Aufsteiger hielt die Partie bis zur zwölften Minute offen, ehe FSV-Coach Thomas Zeitz bei einem Rückstand von 5:6 seine erste Auszeit nahm. Die half allerdings eher dem Meister, denn es folgte ein 6:0-Lauf der SG BBM. Zeitz sah sich direkt zu seiner zweiten Auszeit gezwungen.

In der Folge stand das Bietigheimer Abwehrbollwerk gewohnt sicher, und in der Offensive wurde ein ums andere Mal eingenetzt. Mainz wehrte sich tapfer und hatte in Larissa Platen ihre dominierende Akteurin.

Der Nachwuchs trifft am Ende

Im zweiten Durchgang machte die SG BBM dort weiter, wo sie aufgehört hatte. 21:10 lautete der Spielstand nach 36 Minuten. Auch eine doppelte Unterzahl in der 39. Minute wurde schadlos überstanden. Auf Bietigheimer Seite bekamen nun alle Spielerinnen Einsatzzeiten. In der Schlussphase übernahm Youngster Leonie Patorra Verantwortung und verwandelte eiskalt zwei Siebenmeter. Außerdem war sie auch noch zweimal aus dem Feld erfolgreich. Die beiden anderen ganz jungen Spielerinnen Amelie Berger und Daphne Gautschi trafen je einmal.

Mit dem 35:20-Erfolg hat die SG BBM nach dem Freilos in der ersten Runde nun den ersten Schritt in Richtung Finale genommen, in das sie in den beiden vergangenen Jahren eingezogen war. Das Olymp Final-Four steigt diesmal am 23. und 24. Mai 2020 in der Stuttgarter Porsche-Arena. Womöglich klappt es ja im dritten Anlauf in Folge mit dem Titelgewinn. Vorher sind allerdings noch drei weitere Siege nötig.

SG-Trainer Martin Albertsen war zufrieden mit dem Auftritt seiner Spielerinnen. „Wir haben heute wieder eine gute Leistung abgerufen. Gerade die jungen Spielerinnen haben ihre Einsatzzeiten genutzt. In der Abwehr standen wir zudem sicher und haben vorne die wichtigen Tore gemacht“, sagte der Däne.