Für die Oberliga-Handballerinnen des TSV Bönnigheim stand am Wochenende eine der längsten Auswärtsfahrten der Saison auf dem Programm. Die Fahrt in den Hochschwarzwald zum Aufsteiger aus der Südbadenliga, der SG Schenkenzell/Schiltach, war dabei auch sportlich äußerst lohnend, denn die Bönnigheimerinnen kehrten mit einem 30:26-Erfolg zurück.

Wie erwartet, gestaltete sich die Partie zu Beginn auf Augenhöhe. Der Gegner ist als Aufsteiger gut in der Liga angekommen und wie der TSV im Mittelfeld platziert. Auf beiden Seiten häuften sich zunächst technische Fehler, und keine der beiden Mannschaften schaffte es, sich abzusetzen. Die Bönnigheimerinnen waren jedoch meistens mit einem oder zwei Toren in Führung.

In der 26. Minute gelang es dem TSV dann, sich durch drei Tore in Folge von Jasmina Welz auf 12:9 abzusetzen. Bis zur Halbzeitpause schafften die Gegnerinnen noch einmal den Anschluss, und es ging beim Stand von 13:14 in die Kabine.

TSV-Trainer Stefan Martin forderte von seiner Mannschaft, weniger technische Fehler zu produzieren und im Abschluss konsequenter zu agieren. Dies setzten seine Spielerinnen erfolgreich um und erwischten einen guten Start in die zweite Hälfte. In der 38. Minute schoss Alice Vilara-Heipl per Siebenmeter zum 14:19 erstmals einen Fünf-Tore-Vorsprung heraus. Nur ein Tor ließ der TSV dann zu, bevor er viermal in Folge zum 15:23 selbst einnetzte.

Die offene Abwehr der Bönnigheimerinnen zwang die SG Schenkenzell/Schiltach immer wieder zu Fehlern. Es folgten jedoch einige Minuten in Unterzahl. So kam der Gegner wieder auf 23:27 heran. Die Führung wurde aber nicht mehr abgegeben und bis zum 30:26-Endstand souverän verteidigt.

Mit 14:10 Punkten steht Bönnigheim auf dem sechsten Platz der Oberliga und ist gewappnet für die letzten beiden Auswärtsspiele in diesem Jahr.

TSV Bönnigheim: Finger, Altmann; Samer (2), Hagner (2), Welz (7), Gröger, Graner (1), Hildenbrand, Bleier, Rupertus (3), Häberlen (4), Vilara-Heipl (6/2), Kerner (5).