Mit 28:21 hat die SG BBM Bietigheim 2 das Derby in der Handball-­Oberliga beim HB Ludwigsburg gewonnen. Für die Bietigheimer Bundesliga-Reserve war es vor allem ein Prestigeerfolg. Die Ludwigsburgerinnen hätten die beiden Punkte in jedem Fall dringender benötigt.

Die einen hängen nach dem Abstieg aus der Dritten Liga im Niemandsland der Tabelle fest, die anderen stecken nach dem Aufstieg tief im Abstiegssumpf und sind eigentlich nur noch zu retten, wenn es keinen Absteiger aus der Dritten Liga gibt. Danach sieht es momentan aber nicht aus, denn der TV Nellingen und der TV Möglingen belegen derzeit eine Liga darüber den vorletzten und drittletzten Platz – und selbst die TG 88 Pforzheim könnte noch in Abstiegsgefahr geraten. Umso nötiger wären eigentlich die Punkte für Ludwigsburg gewesen, um nicht mit nun zwölf Punkten Rückstand auf den viertletzten Platz der Tabelle völlig aussichtslos in die letzten acht Partien der Saison zu gehen.

Bietigheims Aussichten auf eine Rückkehr in die Dritte Liga haben sich aber bei zehn Pluspunkten Rückstand auf die Aufstiegsränge und noch neun zu spielenden Partien auch nicht erheblich verbessert. Sollten zwei Teams aus der Dritten Liga absteigen, könnte die SG-Reserve sogar noch in Abstiegsgefahr geraten. Denn wenn zwei Teams von oben in die Oberliga kommen, müssten insgesamt vier Mannschaften nach unten in die Landesverbände. Der Bietigheimer Vorsprung auf den Viertletzten beträgt aktuell fünf Zähler.

Die SG BBM 2, die in der Vorwoche noch gegen Tabellennachbar HSG Strohgäu mit 25:28 unterlegen war, erwischte nach kurzer Abtastphase den besseren Start. Obwohl Alina Kynast den ersten Siebenmeter nicht im Tor unterbrachte, zog Bietigheim 2 von 2:2 auf 5:2 und schließlich 9:5 davon. Ludwigsburg kämpfte sich noch einmal auf 7:9 und 8:10 heran, kassierte dann aber fünf Tore in Folge und lag zur Pause mit 8:13 in Rückstand.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Bietigheim sogar über 14:8 und 17:10 teilweise auf bis zu neun Tore Abstand (26:17). Die Gastgeberinnen kämpften sich immer wieder mühsam um zwei, drei Treffer heran, doch immer wieder kam genauso der Rückschlag. Am Ende betrieben sie beim Stand von 18:27 noch ein klein wenig Ergebniskosmetik, kamen auf 21:27 heran, ehe Ellen Karpf den Schlusspunkt zum 21:28 setzte.