Die Handballerinnen des TSV Bönnigheim haben das Derby gegen die HSG Strohgäu in einer gut gefüllten Bönnigheimer Sporthalle für sich entschieden. Nach dem 27:23-Sieg gegen den Lokalrivalen steht der TSV nun auf dem siebten Tabellenplatz der Baden-Württemberg-Oberliga.

Der Spielverlauf sprach zunächst für die HSG Strohgäu. Das 3:4 aus Sicht der Bönnigheimerinnen sollte jedoch die letzte Führung für das Team aus Schwieberdingen an diesem Abend sein (8.). Das 4:4 durch Jasmina Welz, welche mit sechs Toren am Ende treffsicherste Bönnigheimerin war, leitete die Wende ein. Bis zur Pause sahen die Zuschauer eine spielerisch sehr gute Leistung. Vor allem Kim Hagner fand immer wieder Lücken in der defensiv aufgestellten Abwehr der HSG. Dennoch blieb die ein oder andere Möglichkeit ungenutzt, und damit auch die Chance noch deutlicher davon zu ziehen. Über 10:8 in der 19. Minute ging es auf 13:10 in der 25. Minute. Dieser Drei-Tore-Vorsprung wurde bis zum Ende der ersten Halbzeit gehalten. Beim Stand von 15:12 wurden die Seiten gewechselt.

Kein Bruch durch Zeitstrafen

In der zweiten Hälfte knüpften die Bönnigheimerinnen an die gute Leistung an und bauten die Führung recht zügig auf 21:15 (41.) aus. Selbst umstrittene Zeitstrafen brachten die Bönnigheimerinnen nicht aus dem Konzept. In der 50. Minute lagen die Gastgeberinnen weiterhin mit sechs Toren in Front, und der Sieg war zum Greifen nahe. Letztendlich gewann der TSV verdient mit 27:23. Maßgeblichen Anteil daran hatte auch die Torhüterin Michelle Altmann, die bestens aufgelegt war und viele gelungene Paraden zeigte. „Hervorzuheben ist außerdem die geschlossene und kämpferische Mannschaftsleistung, welche über weite Strecken der Partie gezeigt wurde“, sagte TSV-Trainer Stefan Martin, der sichtlich erleichtert über den Derbysieg war.

TSV Bönnigheim: Finger, Altmann; Samer (1), Hagner (5), Welz (6), Gröger (1/1), Graner (1), Bleier (1), Haiges, Rupertus (1), Häberlen (5/1), Vilara-Heipl (4), Kerner (2).