Eine Woche nach der 22:29-Heimniederlage gegen die Sg BBM Bietigheim 2 stand für die Handballerinnen des TSV Bönnigheim das nächste Derby auf dem Plan. Beim Aufsteiger HB Ludwigsburg wollte der TSV nach seinen drei Niederlagen in Folge unbedingt wieder zwei Punkte einfahren. Der Tabellenletzte Ludwigsburg drängte aber auch auf seinen ersten Sieg in der Baden-Württemberg-Oberliga.

Die Anfangsphase war zunächst ausgeglichen, jedoch setzten sich die Bönnigheimerinnen früh ab und zeigten mit viel Spielfreude ihr Tempospiel aus den ersten drei Oberliga-Partien, die sie allesamt gewonnen hatten. Nach elf Minuten, beim Stand von 4:8, musste HB-Trainerin Nadine Wiume bereits zur ersten Auszeit greifen.

Starke Abwehr, viele Konter

Bis zur Pause stand die TSV-Abwehr gut, den Rest erledigte Bönnigheims Torfrau Melanie Finger mit zahlreichen Paraden. Durch zahlreiche Gegenstoßtore von Sina Hildenbrand und starke Rückraumaktionen von Alice Vilara-Heipl bauten die Gäste aus der Weinstadt die Führung auch nach der Auszeit bis zum 12:20-Pausenstand aus.

In der Kabine war die Ansprache seitens des Trainergespanns kurz. „Wir müssen jetzt an die starke erste Halbzeit anknüpfen und keinesfalls an Tempo nachlassen“, so Coach Stefan Martin. Dies gelang dem TSV zunächst dem TSV und er konnte die Führung sogar auf zehn Tore (22:12) ausbauen. Allerdings schlichen sich nach und nach defensiv wie offensiv Fehler ein.

Es folgte eine Schwächephase von zehn Minuten. In der 48. Minute waren die Ludwigsburgerinnen plötzlich auf drei Tore herangekommen (24:27). Doch in der entscheidenden Schlussphase konnten die Mädels vom TSV nochmals alle Kräfte mobilisieren, fanden wieder über schnelle Gegenstöße durch Sina Hildenbrand,  die mit elf Treffern erfolgreichste Bönnigheimer Schützin war, und auch Sina Häberlen aus dem Rückraum zurück in die Spur. Am Ende siegte Bönnigheim verdient mit 36:29.

TSV Bönnigheim: Finger, Altmann; Samer (1), Hafendörfer, Welz (2), Gröger (2/1), Graner (2), Hildenbrand (11), Bleier, Meic (1), Häberlen (8/1), Vilara-Heipl (6), Kerner (3).