Zum ersten Mal in diesem Jahr fand am Mittwochabend der Fantalk der Bietigheim Steelers statt. Im Vereinsheim „Overtime“ des Fördervereins standen Geschäftsführer Volker Schoch, der sportliche Leiter Marc St. Jean und Coach Hugo Boisvert den Fans Rede und Antwort.

Zunächst berichtete Schoch, dass sich die finanzielle Situation des Vereins deutlich entspannt hat. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 100 000 Euro an Personalkosten eingespart, zudem stieg der Umsatz um 20 000 Euro. In der laufenden Saison ist die Zuschauerzahl bei den Heimspielen jedoch um mehr als 1300 Zuschauer zurückgegangen, was daran liegen mag, dass die Steelers zu Hause in dieser Spielzeit nicht ganz so stark auftreten wie in den vergangenen Jahren.

Steelers wollen zu Hause glänzen

Die Heimschwäche beschäftigte auch die Fans, die wissen wollten, woran es liegt, dass die Bietigheimer das beste Auswärtsteam der Liga stellen, zu Hause aber schon viele Punkte liegen gelassen haben. „Das ist wirklich sehr komisch“, gestand Steelers-Trainer Boisvert. „Auswärts spielen wir mit viel Mut, zu Hause versuchen wir dann zu oft, schön zu spielen“, meinte er. Der Druck, zu Hause glänzen zu wollen, sei offenbar mitunter zu groß.

Unter Druck, so Boisvert, sei seine Mannschaft dennoch sehr stark. So erklärte er auch, dass die Steelers häufig nach zwei schwachen Dritteln ein starkes Schlussdrittel zeigten. Die Anhänger wünschen sich jedoch, wieder über die vollen 60 Minuten starke Auftritte ihrer Mannschaft zu erleben. Die Verantwortlichen versicherten den Fans, dass auch sie von der Mannschaft Leidenschaft und konzentriertes Spiel forderten. „Es ist aber leider so, dass wir vor der Saison mehrere Spieler mit sehr viel Erfahrung verloren haben und die Neuzugänge noch junge, vergleichsweise unerfahrene Spieler sind“, gab St. Jean zu bedenken. Die Mannschaft müsse erst zusammenfinden und reifen. In den letzten Begegnungen sei bereits eine deutliche Steigerung zu erkennen gewesen, was auch die Fans ähnlich sahen.

Nicht mit jeder Neuverpflichtung waren die Anhänger der Bietigheimer zufrieden. Besonders von Nikolai Goc hatten sich viele mehr versprochen. Auch bei ihm verwiesen die Verantwortlichen auf eine Leistungssteigerung in den letzten Wochen. „Er weiß, dass es bei ihm nicht läuft. Er ist selbst sein schärfster Kritiker. Allerdings darf man auch keine falschen Erwartungen in ihn setzen. Nur, weil jemand DEL-Erfahrung hat, heißt das nicht, dass er in der DEL2 ein Überflieger ist“, so Geschäftsführer Schoch.

SchnellstmöglicherAufstieg

Auf die Frage, ob Nachwuchsspieler in der DEL2 zum Einsatz kommen werden, sagten die Verantwortlichen, dass die jungen 18- und 19-jährigen Talente hauptsächlich beim Kooperations-
partner Sonthofen in der Oberliga zum Einsatz kommen werden.

Sportlich wolle man auch in dieser Saison möglichst weit kommen. Der Fokus liegt aber eindeutig auf der Spielzeit 2020/21, wenn der Meister der DEL2 aufsteigt. Die notwendigen Voraussetzungen wie ein DEL-taugliches Stadion bringen die Steelers mit.

Auf die Frage eines langjährigen Fans, ob er es noch erleben werde, dass die Steelers in der höchsten deutschen Liga spielen, entgegnete Schoch: „Bleib lange gesund.“ Mannschaft und Verantwortliche streben aber den schnellstmöglichen Aufstieg an – also 2021.

Steelers binden Norman Hauner langfristig - Eric Stephan neu im Team


Es freut uns sehr, dass wir unseren Stürmer Norman Hauner längerfristig an die Steelers binden konnten.
Der Rechtsschütze wechselte zur Saison 2017/18 aus Ravensburg ins Ellental und war von Beginn an ein wichtiger Bestandteil der Meistermannschaft aus dem letzten Jahr.

Insgesamt lief der 27-jährige bislang 81-mal für uns auf, erzielte dabei 42 Tore und gab 39 Vorlagen. Es werden hoffentlich viele weitere Tore und Assists folgen.

Norman zu seinem Verbleib in Bietigheim: „Ich freue mich weiterhin ein Teil dieser Mannschaft und
Organisation zu sein. Ich fühle mich hier richtig wohl und möchte meinen Teil dazu beitragen, um die
Ziele der Steelers in den nächsten Jahren zu erreichen.“