Obwohl Trainer Can Yurtseven ein gemeinsames Mittagessen und eine Besichtigungstour eingeplant hatte, um die Belastung durch die lange Anreise so gering wie möglich zu halten, unterlagen die Hockey-Männer des Bietigheimer HTC bei Oberliga-Tabellenführer FT 1844 Freiburg. Gegen den starken Gastgeber war kein Kraut gewachsen. Der BHTC fuhr mit einer 0:2-Niederlage wieder nach Hause.

„Die Freiburger waren bislang der stärkste Gegner und sind, wenn sie diese Leistung konstant abrufen, der Aufstiegsfavorit“, meinte Trainer Yurtseven nach dem Spiel, lobte aber auch die Leistung der eigenen Truppe: „Wir haben uns deutlich gegenüber der Vorwoche gesteigert und besonders unsere Defensivqualitäten gezeigt.“

Die erste Hälfte war ein Paradebeispiel für diese starke Defensivarbeit. Die Bietigheimer ließen weder einen Torschuss noch eine Strafecke gegen dominierende Gastgeber zu. Im Aufbauspiel fand der BHTC jedoch keine Lösungen, und vereinzelte Konter konnte das Yurtseven-Team auch nicht zielführend ausspielen. „Unsere offensive Durchschlagskraft leidet unter den personellen Ausfällen. Ohne vier potenzielle Stammspieler ist es gegen einen so stark besetzten Gegner sehr schwer“, resümierte der Trainer.

Erst Pfosten, dann Gegentor

Trotzdem fand er bei seiner Pausenansprache Lösungen. An Chancen mangelte es jedoch weiter – bis Johannes Melzow plötzlich frei im Schusskreis auftauchte und nur per Foul zu stoppen war. Statt eines Siebenmeters gab es jedoch nur eine Strafecke. Es folgten ein Pfostenkracher von Jeremias Mang, ein schneller Abschlag, der einen Freiburger Konter einleitete, ein Foul von Jan Ebert und eine Strafecke, die zum Führungstreffer führte. Der Schock saß bei den Gästen so tief, dass mit dem nächsten Angriff gleich das 0:2 fiel. Ein abgefälschter Pass von der Linksaußenposition fand einen Abnehmer am langen Pfosten.

Der BHTC warf nun alles nach vorne. Den Bietigheimern gelang es, noch zwei weitere Strafecken zu erspielen. Doch einmal war der Torhüter zur Stelle und einmal der Verteidiger auf der Torlinie. Bietigheim ist durch die zweite Niederlage im dritten Spiel in die untere Tabellenhälfte gerutscht. Beim Heimspiel am Samstag, (17.30 Uhr) gegen Aufsteiger Heilbronn, der nach zwei Partien noch ungeschlagen ist, gilt es nun, die Leistungssteigerung in Punkte umzumünzen.

Bietigheimer HTC: Karrer; Belser, Ebert, Jürgensen, Knapp, Mang, Melzow, David Müller, Jannik Müller, Rapp, Rehwald, Hannes Straub, Julian Straub, Unkel, Wengert.