Eishockey Ex-Profis widmen sich Talenten

Die beiden Ex-Profis Adam Borzecki (links) und Stephan Hiendlmeyer kümmern sich künftig als Trainer um den Eishockey-Nachwuchs der Bietigheim Steelers.
Die beiden Ex-Profis Adam Borzecki (links) und Stephan Hiendlmeyer kümmern sich künftig als Trainer um den Eishockey-Nachwuchs der Bietigheim Steelers. © Foto: SC Bietigheim-Bissingen
Bietigheim-Bissingen / bz 05.07.2018

Die Profikarriere mit einem Titel zu beenden – davon können viele Sportler nur träumen. Adam Borzecki hat dies geschafft. Als Kapitän der Steelers-Meistermannschaft der DEL-2-Saison 2017/2018 verabschiedet sich der 40-jährige Pole nun nach 15 Jahren vom Profi-Eishockey und wird seine Erfahrungen von nun an dem Bietigheimer Nachwuchs weitergeben – genauso wie der gebürtige Straubinger Stephan Hiendlmeyer (32).

Wunschkandidaten sagen zu

„Wir hatten über 25 zum Teil hochkarätige Bewerbungen und haben am Ende mit Adam Borzecki und Stephan Hiendlmeyer unsere Wunschtrainer verpflichten können. Beide sind sehr gute Typen, die unser bestehendes Trainerteam hervorragend ergänzen“, sagt SCB-Präsident Hans-Günther Neumann. „So können wir im Nachwuchsbereich weiter Vollgas geben.“

Das Eishockeyspielen lernte Borzecki in seiner Heimatstadt Danzig. Seine 15 Jahre als Profi führten ihn unter anderem in die USA, nach Schweden und Großbritannien. Von dort wechselte er 2005 nach Deutschland zum EC Bad Tölz in die Zweite Bundesliga. Über die Schwenninger Wild Wings kam Borzecki 2014 zu den Steelers nach Bietigheim. Außerdem nahm er an neun Weltmeisterschaften für sein Geburtsland Polen teil. Für die Steelers ging er in vier Spielzeiten als Kapitän aufs Eis und wurde mit dem Team unter Coach Kevin Gaudet zweimal Meister. „Bietigheim ist für mich Heimat geworden. Ich freue mich, nun meine Erfahrungen hier an den Steelers-Nachwuchs weiterzugeben“, sagt Borzecki.

Gregor Rustige zeigt sich erfreut über die Verpflichtung der früheren Verteidigers für den Nachwuchs. „Adam hat schon in den beiden letzten Spielzeiten immer wieder im Nachwuchs geholfen, im letzten Jahr war er Co-Trainer unseres U-16-Bundesliga-Teams“, sagt der Steelers-Vereinsmanager. Dies zeige, welche Verbindung er zum Eishockey und auch zum Eishockey-Nachwuchs habe. Rustige: „Wir standen in ständigem Kontakt, und uns war klar, dass wir einen solchen charakterstarken Typen unbedingt für die Nachwuchsarbeit bei den Steelers gewinnen müssen.“

Hiendlmeyer erlernte das Eishockey beim traditionsreichen EV Landshut, bei dem er ab der U 16 in der Schüler-Bundesliga und später in der Deutschen Nachwuchs-Liga (DNL) aktiv war. Anschließend unterschrieb er seinen ersten Profivertrag bei den Straubing Tigers in der Zweiten Liga. Über Braunlage, Langenhagen und die Höchstadt Alligators, für die er insgesamt neun Spielzeiten die Schlittschuhe schnürte, gelangte er nach Erding. Dort war er zuletzt als Spieler und Nachwuchstrainer im Einsatz. Parallel zu seiner Zeit als Profi absolvierte Hiendlmeyer ein Lehramtsstudium an der Universität Erlangen-Nürnberg in den Fächern Mathematik und Sport.

Guter Ruf im Nachwuchsbereich

„Die Steelers haben einen hervorragenden Ruf in der Nachwuchsszene in Eishockey-Deutschland. Jetzt freue ich mich natürlich, dass es geklappt hat. Bei den Steelers kann ich meine Vision von Nachwuchs-Eishockey voll umsetzen und erfahre hier auch volle Unterstützung durch die Verantwortlichen“ sagt Hiendlmeyer. Vereinsmanager Rustige ist ebenfalls glücklich, den Bayer in Bietigheim zu haben: „Stephan ist ein junger, hochmotivierter Trainer. Seine strukturierte Vorgehensweise und natürlich seine pädagogische Ausbildung haben uns überzeugt.“

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