Die einen sind auf dem Höhenflug nach ganz oben, die anderen im Sturzflug nach unten – mit den Tölzer Löwen und den Bietigheim Steelers treffen an diesem Freitag (19.30 Uhr) die momentan formstärkste und die formschwächste DEL2-Mannschaft aufeinander. Die vom langjährigen Steelers- Trainer Kevin Gaudet gecoachten Oberbayern haben die vergangenen zehn Spiele alle gewonnen und sich so auf Platz drei katapultiert. Der SCB wurde dagegen nach neun Pleiten aus den letzten zwölf Partien auf Rang neun durchgereicht. Auch unter Interimstrainer Marc St. Jean wartet der kriselnde Klub aus dem Ellental noch auf den ersten Erfolg – die ersten drei Duelle seit dem Rauswurf von Hugo Boisvert gingen verloren. „Wir fahren als krasser Außenseiter dorthin“, sagt Geschäftsführer Volker Schoch über die Ausgangslage.

An das erste Kräftemessen mit Bad Tölz in dieser Saison haben die Bietigheimer Kufencracks noch gute Erinnerungen: Am zehnten Spieltag setzten sie sich zu Hause mit 9:5 durch. Hoffnung macht auch, dass die Steelers seit langem mal wieder in Bestbesetzung auflaufen können. Kapitän Nikolai Goc kehrt nach auskurierter Knieverletzung in die Verteidigung zurück. Der 33-jährige Routinier hatte zuletzt St. Jean an der Bande assistiert. „Niki ist in der Kabine eine absolute Res­pektsperson und spielt eine führende Rolle – sowohl im Dialog mit den Mitspielern als auch in der Kommunikation mit dem Trainer. Er ist ein Kapitän, wie wir ihn uns wünschen“, sagt Schoch. Mit dem defensivstarken Goc an der Seite verspricht sich der Steelers-Macher auch von Tim Schüle wieder einen Schub: „Nikolai ist quasi die Lebensversicherung von Tim, damit dieser seine Offensivqualitäten ausüben kann.“ Als Co-Trainer fungiert bis auf Weiteres Torwart-Trainer Andrew Hare.