Die Profis der Bietigheim Steelers befinden sich schon seit Montag im Weihnachtsmodus: Der Verein gab ihnen nach dem DEL2-Duell am Sonntagabend beim EHC Freiburg zwei Tage frei. „Die Spieler sollen die Köpfe freibekommen und mal nicht an Eishockey denken, sondern sich mit ihrer Familie auf Weihnachten einstimmen“, sagt Geschäftsführer Volker Schoch. Am Donnerstag (18 Uhr), dem zweiten Weihnachtsfeiertag, sind die Steelers aber wieder gefordert – beim Heimspiel gegen die Dresdner Eislöwen. Einen Tag vorher hat Trainer Marc St. Jean noch eine Übungseinheit anberaumt.

Seine Schützlinge werden sicher froh sein, nun wieder in der EgeTrans-Arena antreten zu dürfen. Denn zu Hause läuft es für die Steelers zurzeit blendend. Dort haben sie die vergangenen vier Partien alle für sich entschieden, die Heimfestung Ellental steht also wieder. Unbefriedigend sind dagegen die Ergebnisse, die das Team zuletzt in der Fremde eingefahren hat: Das 1:5 in Freiburg war bereits die vierte Auswärtspleite hintereinander. „Die Heimserie nehmen wir gerne mit und auswärts hat uns meist nicht viel zum Sieg gefehlt. Es ist nicht so, dass die Mannschaft nicht hart genug arbeitet. Manchmal braucht man einfach auch mal Glück“, sagt Schoch und verweist auf die sechs Pfostentreffer, die Bietigheim allein am Sonntag im Breisgau verzeichnet hatte.

Auch die beiden Gastspiele in Dresden hatten für die Steelers kein Happy End. Am 22. November verspielten sie bei St. Jeans Einstand als Chefcoach im letzten Drittel eine 4:1-Führung und unterlagen noch mit 5:7. Und vor einer Woche gab es in einer vorgezogenen Begegnung eine 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen. Das bittere Viertelfinal-Aus in der Vorsaison gegen die Eislöwen steckt bei manchem Spieler, Funktionär und Fan ebenfalls noch im Hinterkopf. Revanche ist angesagt. Das erste Hauptrundenduell im Ellental gewannen die Steelers immerhin klar mit 4:1.

Aktuell stehen die Sachsen nur auf Platz elf. Am Sonntag kassierte das Team von Trainer Rico Rossi beim Spitzenreiter Kassel Huskies eine 3:7-Schlappe. Beim Weihnachtsspiel treffen am Donnerstag also zwei Verlierer vom Wochenende aufeinander – beide Klubs stehen unter Druck. „Dresden hat sich bisher unter Wert geschlagen. Das ist eigentlich eine Topmannschaft mit starken Ausländern“, sagt Schoch.

Swinnen fällt noch lange aus

Beim auf Rang sechs liegenden SCB fallen zwei Stürmer wie gehabt aus: Lukas Laub, der gerade im Heimaturlaub in Rosenheim ist, trainiert nach seiner Anfang Dezember erlittenen Gehirnerschütterung bereits wieder auf dem Rad. Noch in diesem Jahr soll er Schoch zufolge ins Mannschaftstraining zurückkehren. Mit Dennis Swinnen rechnet der Geschäftsführer dagegen frühestens in vier Wochen wieder. Der 26-jährige gebürtige Belgier laboriert nach wie vor an einer Unterkörperverletzung.

An der Bande erhält St. Jean wieder Unterstützung von Andrew Hare. Der Kanadier fungiert bei den Steelers als Assistenzcoach, sofern er nicht selbst als Torhüter in der Regionalliga für die Heilbronner Eisbären im Einsatz ist – wie zuletzt am Sonntag beim 5:2 gegen den EV Ravensburg. Beim parallel stattfindenden Bietigheimer DEL2-Auftritt in Freiburg half darum SCB-Juniorentrainer Helmut Steiger (60) als St. Jeans Assistent aus.


ESV Kaufbeuren setzt gesperrten Spieler ein


Das DEL2-Spiel am Sonntag zwischen den Löwen Frankfurt und dem ESV Kaufbeuren ist mit 5:0 und drei Zählern für die Hessen gewertet worden – und entsprechend mit 0:5 und null Punkten gegen die Allgäuer. Allerdings hatte Frankfurt die Partie ohnehin mit 5:2 gewonnen. Kaufbeuren hatte am Sonntag Lizenzspieler Calvin Pokorny eingesetzt, obwohl dieser aufgrund der dritten Disziplinarstrafe in dieser Saison für ein Spiel automatisch gesperrt gewesen wäre. Daraufhin hat die Ligagesellschaft ein Verfahren gegen den ESV eingeleitet und am Montag die in den Statuten vorgesehene Wertung vorgenommen. ae