Wegen des bereits im Dezember 2019 ausgetragenen Spiels bei den Dresdner Eislöwen steht für die Bietigheim Steelers am viertletzten Wochenende der Hauptrunde der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL2) nur eine Partie auf dem Programm. Am Sonntag (17 Uhr) gastieren die Lausitzer Füchse in der EgeTrans-Arena.

Das Team aus Weißwasser zählt bislang eher zu den Angstgegnern der Steelers. In drei Spielen der laufenden Saison holte die Mannschaft von Trainer Marc St. Jean erst einen Sieg. Beim ersten Aufeinandertreffen bissen sich die Bietigheimer mit insgesamt 50 Schüssen und nur zwei Treffern an Torhüter Mac Carruth die Zähne aus und unterlagen mit 2:3. Beim 4:1-Erfolg der Lausitzer in Bietigheim sah es ähnlich aus. 46-mal ballerten die Gastgeber da auf das Gehäuse. Beim letzten Duell kurz vor dem Jahreswechsel stand dann Maximilian Franzreb zwischen den Pfosten und prompt behielten die Bietigheimer mit 4:2 die Oberhand. Franzreb wechselte aber kurze Zeit später zu seinem Heimatverein nach Bad Tölz.

Schwache Defensive

Dabei hat das Team aus der Stadt nahe der polnischen Grenze eigentlich eine der schwächsten Abwehrreihen der Liga – mit 161 Gegentreffern genau genommen die viertschlechteste. Warum sich die Steelers ausgerechnet gegen Weißwasser so schwer tun, dafür hat Geschäftsführer Volker Schoch keine richtige Erklärung. „Zuletzt gegen Freiburg hat man ja auch gesehen, dass wir meist das Team mit mehr Chancen sind, diese aber nicht ausreichend nutzen. Irgendwie ist in dieser Saison der Wurm drin“, so Schoch.

Ausgerechnet jetzt muss Coach St. Jean auf einen seiner besten Angreifer verzichten. Guillaume Leclerc ist bei der französischen Nationalmannschaft. Dadurch rückt Chris Owens definitiv wieder in die Abwehr und René Schoofs möglicherweise wieder in den Sturm. Neben Leclerc müssen Tim Schüle, Dennis Swinnen und Lukas Laub verletzt passen. Aber Schoch ist sich trotzdem sicher, dass die Mannschaft alles dafür geben wird, den Sieg zu holen. „Es geht um ganz wichtige Punkte. Die Spieler sind alle extrem heiß. Wir haben diese Woche auch noch einmal besonders am Powerplay gearbeitet“, berichtet der Geschäftsführer. Man hat sich dennoch nur kleine Ziele gesetzt. „Wir wollen jeden Wechsel besser spielen als den davor“, so Schoch.

Spielerfrauen verkaufen Herzen für Christopher


Die DKMS-Typi­­sierungsaktion für den neunjährigen Steelers-Nachwuchsspieler Christopher Dachtler ist erst in einer Woche. Doch die Spielerfrauen und -freundinnen der Steelers-Profis wollen schon vorab etwas Gutes tun. Deshalb verkaufen sie am Sonntag beim Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse im Foyer der EgeTrans-Arena blinkende Herzen zu Gunsten der Registrierungsaktion. Der gesammelte Betrag wird von der Mannschaft bei der Typisierung am Samstag, 15. Februar, in der EgeTrans-Arena übergeben. Ein Teil des Steelers-­Teams lässt sich bei dieser Gelegenheit auch registrieren.

Wie wichtig solche Aktionen sind, erfuhren Eishockeyfans aus ganz Deutschland erst am Mittwoch, als Jörg-Steffen Schumann, Fan der Krefelder Pinguine und in vielen Eishallen unter seinem Spitznamen „Plattfuß“ oder „Platti“ bekannt, überraschend 47-jährig verstarb. Bei ihm kam eine große Typisierungsaktion der Fischtown Pinguins Bremerhaven beim Heimspiel gegen Krefeld am 26. Januar zu spät. Anfang Januar hatte er die selbe Diagnose wie Christopher erhalten, und war eigentlich guter Hoffnung. sim