An diesem Freitagabend (19.30 Uhr) gilt es für die Bietigheim Steelers in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL2) wieder. Dann starten sie bei Aufsteiger EV Landshut aus der fast zweiwöchigen Deutschland-Cup-Pause.

Weil die städtische Eissporthalle am Gutenbergweg schrittweise modernisiert und umgebaut wird und ein erster Teil dieser Arbeiten bis in die Saison hinein erledigt wurde, zeigt die Tabelle beim EV Landshut ein schiefes Bild. Erst 13 Partien hat der Aufsteiger aus Niederbayern bislang absolviert, ganz im Gegensatz zu 16, 17 oder gar 18 Spielen der Konkurrenz. Kein Wunder, dass die Cannibals, wie sie sich einst in der DEL nannten, als solche Beinamen Mode wurden, damit nur auf dem vorletzten Platz stehen. Mit einem Punkteschnitt von 1,1 – die Steelers haben bislang 1,6 Zähler pro Spiel geholt – ist der zweifache deutsche Meister eigentlich auf Augenhöhe mit dem ewigen Rivalen ESV Kaufbeuren, der derzeit den letzten Pre-Playoff-Platz einnimmt.

Gefährlichster Angreifer der Landshuter ist der ehemalige Ravensburger Mathieu Pompei, der es auf insgesamt sieben Tore und eine Vorlage pro Spiel bringt. Er brachte aus Oberschwaben den ehemalige Crimmitschauer Top­sco­rer Robbie Czarnik mit. Der 29-jährige US-Amerikaner verpasste insgesamt drei Partien, erzielte in den verbleibenden zehn Spiele jeweils sieben Vorlagen und sieben Tore. Dazwischen gesellt sich der beste deutsche Scorer Matthias Forster, der fünfmal getroffen und zehn weitere Tore aufgelegt hat.

Eine besondere Begegnung wird die Partie für Verteidiger Manuel Neumann, Sohn des ehemaligen Steelers-Präsidenten Hans-Günther Neumann und älterer Bruder des ehemaligen Steelers-Verteidigers Marcel Neumann. Der Hohenhaslacher verließ einst Bietigheim nach seiner Juniorenzeit und 13 Partien in der Zweiten Liga. In Freiburg, Dortmund, Frankfurt, Duisburg und Rosenheim verbrachte er insgesamt elf Jahre in der Oberliga. Ein Jahr spielte er mit den Breisgauern auch zweitklassig. Nun, im schon etwas gesetzteren Alter von fast 33 Jahren, versucht er es noch einmal in der DEL2.

Gegen seinen Ausbildungsklub wird Neumann trotz der Pause auf ein nach wie vor geschwächtes Team treffen. Für Kapitän Nikolai Goc, Tim Schüle und Norman Hauner kommt ein Einsatz noch zu früh. Theoretisch wäre er zwar möglich, doch man will kein Risiko eingehen. Auch Freddy Cabana muss passen. Er war zuletzt schon angeschlagen und die spielfreie Zeit hat nicht gereicht, um vollständig auszukurieren. Aber es gibt auch positive Nachrichten. Dennis Swinnen, Matt McKnight und Stammgoalie Stephon Williams sind in Landshut wieder dabei.