Handball Ein starkes Wir-Gefühl zeichnet den Einspartenverein aus

Besigheim / Simon David 09.02.2018

Der Handballsport hat eine lange Tradition in Besigheim. Bereits 1905 wurde in der Sportgruppe des CVJM Handball gespielt. Aus dieser Sportgruppe lösten sich 1979 einige junge Menschen, um einen eigenen Verein zu gründen. Seitdem besteht Eichenkreuz Besigheim als reiner Handballverein. Aktuell belegt die erste Mannschaft den fünften Platz in der Kreisliga B. „Leider sind wir letztes Jahr aus der Kreisliga A abgestiegen. Dort wollen wir auch wieder hin, auch wenn der Aufstieg für diese Saison noch nicht angepeilt ist“, meint Andreas Schneider, der sowohl die Aktiven als auch die E-Jugend des Vereins trainiert.

Gerade auf die Nachwuchsarbeit wird in Besigheim großen Wert gelegt. Übungsleiter werden ausgebildet. Der regelmäßige Besuch von Fortbildungen gehört auch für die erfahrenen Trainer selbstverständlich dazu. In Kooperation mit den Schulen gab es Schulturniere und Grundschulaktionstage. Diese engagierte Arbeit trägt Früchte, denn gerade im Jugendbereich gibt es einen großen Zulauf. „Besonders das Angebot für die E-Junioren wird gut angenommen, da haben wir aktuell 20 Kinder. Für die ganz Kleinen gibt es in Besigheim sonst so gut wie keine Sportangebote“, berichtet Schneider. Zahlreiche Ehrenamtliche machen das breite Trainingsangebot im Jugendbereich möglich. Dennoch zählt man auch auf die Unterstützung durch die Eltern der Nachwuchssportler. „Wir wollen und können keine Aufbewahrungsanstalt für die Kinder sein“, betont er. Natürlich hofft man, möglichst viele Jugendliche im Verein halten zu können, damit sie später einmal in den Aktivenmannschaften spielen. „Es ist alles wirklich sehr familiär. In jeder Altersklasse gibt es bei den Jugendlichen zwei bis drei Trainer, die sich auch gegenseitig sehr unterstützen“, so Schneider stolz.

Jede Woche andere Teams

Im Herrenbereich trainieren alle Aktiven gemeinsam. „Wir haben keine erste und keine zweite Mannschaft, sondern ein Aktiven-Team“, betont Schneider. Die Teams, die in der Kreisliga B und der Kreisliga D auf Punktejagd gehen, sehen von Woche zu Woche sehr unterschiedlich aus, weil die Spieler mal in der einen, mal in der anderen Spielklasse zum Einsatz kommen. „Die Kameradschaft ist sehr groß, trotz des Altersunterschieds von bis zu 20 Jahren. Das macht den Verein so lebenswert“, meint Michael Zeyhle, der gemeinsam mit Andreas Schneider die Aktiven trainiert. Nach Spielen laufen die Handballer nicht gleich auseinander, sondern gehen häufig noch miteinander essen.

Im Training wird auf Ausdauer und Schnelligkeit genauso Wert gelegt wie auf die taktische Aufstellung des Teams. Bei neuen Spielern, vor allem aber neuen Trainern, wird auch darauf geachtet, ob sie zur jeweiligen Mannschaft passen oder nicht. „Wir sind eine große Familie“, betont Andreas Schneider, dessen Söhne auch in den Jugendteams aktiv sind. Sohn Felix unterstützt ihn sogar beim Training der E-Jugend. Auch Schneiders Frau ist als Trainerin tätig. Sollte die engagierte Nachwuchsarbeit Erfolg haben und viele Talente den Sprung in die Aktiventeams schaffen, sollte es nicht nur mit der Rückkehr in die Kreisliga A klappen. Möglicherweise schafft der Verein auch den Aufstieg in die Bezirksklasse.

Vielfältige Freizeit-Aktivitäten

Auch abseits des Trainings- und Punktspielbetriebs verbringen die Handballer viel Zeit miteinander. Neben Jahresfeier, Jugendfreizeiten und Skiausfahrten ist Eichenkreuz Besigheim auch beim Winzerfest und beim Weindorf vertreten. „Viele stehen hinter dem Verein und unterstützen uns bei unseren Aktivitäten“, freut sich Andreas Schneider. Am 18. Februar geht es für die Besigheimer nach der Faschingspause mit dem Heimspiel gegen den TSV Asperg 3 in der Kreisliga B weiter. Der Rückstand auf Platz eins beträgt derzeit fünf Punkte. Mit einem Sieg gegen Asperg besteht aber die Chance, oben dranzubleiben. Beim Eichenkreuz hofft man auf die Unterstützung möglichst vieler Anhänger.

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