Lediglich ein Sieg fehlte Annett Kaufmann bei den 87. deutschen Meisterschaften der Damen und Herren in Wetzlar, und das Tischtennis-Talent aus Bietigheim-Bissingen, das für die SV Böblingen spielt, wäre sensationell mit einer Medaille im Gepäck zurückgekehrt.

Im Doppel unterlag Kaufmann an der Seite von Naomi Pranjkovic (SV DJK Kolbermoor) im Viertelfinale gegen die späteren Überraschungszweiten, Caroline Hajok (Hannover 96) und Luisa Säger (TTC 1946 Weinheim), mit 4:11, 11:9, 11:6, 4:11 und 2:11. Auf dem Weg ins Viertelfinale hatten Kaufmann/Pranjkovic überraschend die beiden Erstligaspielerinnen, Nadine Bollmeier (TuS Bad Driburg) und Alena Lemmer (TSV 1909 Langstadt), aus dem Wettbewerb geschmissen.

Annett Kaufmann überstand als jüngste Teilnehmerin in der Rittal-Arena die Vorrunde im Einzel als Gruppendritte nicht. Nach einem 4:11, 14:12, 14:12 und 14:12 zum Auftakt gegen Margarita Tischenko (SV Schott Jena) verlor die Linkshänderin sowohl gegen Franziska Schreiner (TV 1921 Hofstetten/1:3) als auch in der alles entscheidenden Partie im Kampf um Platz zwei und dem damit verbundenen Einzug in die Hauptrunde gegen Lotta Rose (MTV Tostedt) in fünf hart umkämpften Sätzen.

Auch Alexandra Kaufmann, ebenfalls seit November 2018 für die SV Böblingen spielberechtigt, schloss die Einzel-Gruppenphase mit einer 1:2-Bilanz ab. Eine Woche vor ihrem 17. Geburtstag wurde nur das Duell gegen Katja Brauner (SuS Borussia Brand) mit 3:1 gewonnen. Anne Bundesmann (TSV 1909 Langstadt/3:0) und Marie-Sophie Wiegand (Torpedo Göttingen/3:1) setzten sich deutlich gegen die Bietigheimerin durch. Im Doppel unterlagen Alexandra Kaufmann und Jana Kirner (DJK Offenburg) gleich in Runde eins gegen Leonie Berger (Borussia Düsseldorf) und Hannah Schönau (TTC Mariaweiler) knapp mit 11:13 im fünften Durchgang.