Basketball Ein historischer Abend für die Riesen

Die Riesen-Profis Kerron Johnson (links) und Elgin Cook fallen sich glücklich in die Arme und genießen den großen Ludwigsburger Triumph.
Die Riesen-Profis Kerron Johnson (links) und Elgin Cook fallen sich glücklich in die Arme und genießen den großen Ludwigsburger Triumph. © Foto: Eibner
Ludwigsburg / bz/ae 05.04.2018

Die MHP Riesen Ludwigsburg stehen im Final Four der Basketball-Champions-League. Durch einen 89:77-Auswärtserfolg bei Medi Bayreuth lösten die Ludwigsburger Korbjäger im Viertelfinal-Rückspiel ihr Ticket zum großen Finalturnier am 4. bis 6. Mai.

Mit einer starken Leistung machten sie die 81:86-Heimniederlage eine Woche zuvor gegen die Oberfranken wett und verschafften sich den entscheidenden Punkteverteil im kombinierten Ergebnis beider Viertelfinalpartien. Spielmacher Kerron Johnson (16) und Justin Sears (15) waren die Topscorer der MHP Riesen an diesem historischen Abend in der Bayreuther Oberfrankenhalle. Bei Medi war James Robinson mit 19 Zählern der beste Punktesammler.

„Kompliment an Bayreuth für den Sieg in Spiel eins. Wir haben weitergekämpft und wichtige Würfe getroffen. Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team“, sagte Riesen-Trainer John Patrick. Kurzfristig hatten die Gäste auf den erkrankten Malik Müller verzichten müssen. Der US-Amerikaner Jacob Wiley setzte aufgrund der Ausländerbeschränkung aus. Dafür meldete sich Dwayne Evans nach wochenlanger Zwangspause zurück.

In einem umkämpften ersten Viertel erwischten die Gastgeber den besseren Start. Nach fünf Minuten lagen die Ludwigsburger so – kombiniert mit dem Hinspielergebnis – bereits mit insgesamt zehn Punkten zurück. Nervosität machte sich hüben wie drüben breit. Zum Viertelende lagen beide Teams wieder gleichauf: 20:20. Im zweiten Abschnitt starteten die Ludwigsburger angetrieben von Johnson den ersten richtigen Lauf des Spiels. Auf 33:24 zogen sie davon und zwangen Bayreuth zu einer Auszeit. Über Dreipunktewürfe fanden die Oberfranken wieder zurück zu ihrer Linie, und das Duell war zur Halbzeitpause wieder nahezu ausgeglichen (43:42 für Ludwigsburg).

Dieser eine Punkt Vorsprung wäre indes nicht ausreichend, und so drückten die MHP Riesen nach dem Seitenwechsel auf das Tempo. Dabei ließen sie einige Chancen, insbesondere Dreier, ungenutzt, was Bayreuth bestrafte und das Spiel wieder in einen Bereich brachte, der das eigene Weiterkommen sichern würde. Ludwigsburg lag nach 30 Spielminuten immerhin mit zwei Zählern und 62:60 vorne.

Riesen zeigen Nervenstärke

In einer dramatischen Crunchtime zeigten die Riesen dann Nervenstärke. Vor hitziger Atmosphäre behielten sie kühlen Kopf und stoppten die Bayreuther am Ende entscheidend. Das Momentum kippte in Richtung der Barockstädter. Am Ende stand mit 89:77 der große Triumph fest: Ludwigsburg zieht ins Final Four der Champions League ein – ein Meilenstein in der Geschichte des Vereins. „Das war ein unglaublicher Kampf. Wir haben alles gegeben, was wir konnten. Am Ende haben einige Jungs wirklich groß aufgedreht“, sagte Riesen-Profi Thomas Walkup nach dem denkwürdigen Triumph.

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