Eishockey kann die Hölle sein. Besonders bei dem engen Terminplan über den Jahreswechsel. Die Bietigheim Steelers hat es nun aber schon wieder erwischt. Nach den Wochenendpartien in Weißwasser und gegen Frankfurt müssen sie an diesem Dienstag (19.30 Uhr) bereits zum dritten Mal innerhalb von fünf Tagen gegen ein Team aus den Top Vier der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL2) ran. Beim Gastspiel beim ESV Kaufbeuren geht es auch darum, Anschluss an die Spitzengruppe zu halten.

Rund 1200 Kilometer oder mehr als zwölf Stunden Busfahrt und dazu noch ein hartes Spiel mit sehr deprimierendem Ausgang hatten die Bietigheim Steelers in den Knochen, als sie am frühen Samstagmorgen wieder an der EgeTrans-Arena ankamen. Keine 36 Stunden später stand bereits die nächste Aufgabe gegen den bisherigen Tabellenführer Frankfurt an. Trainer Hugo Boisvert wurde deshalb nicht müde, seine Truppe nach dem Verlängerungssieg gegen die Hessen zu loben. „Hut ab vor diesen Jungs“, wiederholte er immer wieder.

Diese Jungs müssen nun, etwa 48 Stunden nach Spielende gegen Frankfurt schon wieder ran. Die knapp 250 Kilometer nach Kaufbeuren sind im Vergleich zum Freitag geradezu ein Klacks. Doch die Partie beim Tabellenvierten wird dadurch nicht leichter. Von den beiden Aufeinandertreffen im Ellental entschieden die Gastgeber das erste mit 4:2 für sich, am Tag vor Heiligabend entführten die Joker die Punkte mit 5:3 ins Allgäu. Beim bislang einzigen Duell dieser Saison in der neuen Kaufbeurer Arena nahm Bietigheim mit 4:3 nach Verlängerung zwei Punkte mit.

Fehlen wird den Steelers, wie beim ersten Spiel im Allgäu, Frederik Cabana. er verletzte sich am Freitag in der Lausitz. Wie schwer ist noch nicht klar. Eine Untersuchung in dieser Woche soll Klarheit bringen. Auch Tyler McNeely, der in der Verlängerung das Siegtor von Norman Hauner aufgelegt hatte, ist noch nicht wieder ganz so weit. Dafür verstärkt Eric Stephan vom Kooperationspartner Nürnberg die Steelers-Defensive und hinterließ beim Heimdebüt gegen Frankfurt nach langer Verletzungspause einen guten Eindruck.

Zwischen den Pfosten wird Boisvert weiterhin kaum an Ilya Sharipov vorbeikommen. Nach dem Shutout gegen Bad Nauheim war der ohnehin gesetzt. Aber auch am Wochenende war der Deutsch-Russe zumeist eine Bank in Tor, auf die sich seine Vorderleute verlassen konnten. „Es tut mir leid für Silo (Sinisa Martinovic), dass er zuletzt wenig Spielzeit bekommen hat. Aber ich bin natürlich froh, dass Shari in so guter Form ist“, so der Steelers-Trainer zu dieser Konstellation.