Seit dieser Woche ist der FSV 08 Bissingen wieder im Trainingsbetrieb – obwohl bis zum offiziellen Saisonende am 30. Juni wohl nicht mehr gekickt wird. Mit Blick auf die neue Oberliga-Spielzeit nimmt der Kader derweil weiter Formen an: Mittelfeldmann Denis Latifovic und Mittelstürmer Spetim Muzliukaj (siehe auch Interview) wechseln ablösefrei vom Lokalrivalen SGV Freiberg an den Bruchwald, Torhüter Henning Bortel kommt vom Verbandsliga-Klub Calcio Leinfelden-Echterdingen. „Alle diese drei Spieler sind auf uns zugekommen, haben wir also nicht gezielt angesprochen – und wir haben dann die Chance genutzt“, sagt Oliver Dense, der Sportliche Leiter der Nullachter.

Als Abgänge stehen Nachwuchsstürmer Marco Rienhardt (zum 1. CfR Pforzheim/Oberliga) und Pascal Wolter (Sportfreunde Neckarwestheim/Kreisliga A 1 Unterland) fest. Der 21-jährige Rienhardt erhofft sich Dense zufolge in Pforzheim mehr Spielanteile, während Wolter beim neuen Klub mit seinen Kumpels sowie Bruder Dominik Wolter (aktuell SV Germania Bietigheim) zusammenspielen wolle. Letzterer übernimmt Neckarwestheim zur neuen Runde als Spielertrainer.
Der Bissinger Kontakt zu Denis Latifovic kam über dessen Vater Irsen zustande. Mit ihm hatte Dense 1988 im Trikot des VfB Stuttgart die deutsche A-Jugend- Meisterschaft gewonnen. „Er ist jung und entwicklungsfähig“, sagt der 08-Funktionär. Den größten Coup scheint der FSV 08 aber mit Muzliukaj gelandet zu haben. „Er ist ein abgezockter klassischer Neuner und könnte der Baustein sein, der uns noch gefehlt hat“, sagt Dense. Er sieht den 31-jährigen Torjäger als perfekte Ergänzung zum „wuseligen und kleinen Marius Kunde“ und dem „kantigen Stoßstürmer Pascal Hemmerich“. Neben Latifovic und Muzliukaj hat auch Bortel eine Freiberger Vergangenheit. Der 28-jährige Keeper hütete von 2012 bis 2016 das SGV-Tor und spielte in der Jugend einst sogar bei Bayern München.